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Einschulung im Rhein-Sieg-Kreis: Integration ist das prägende Thema

Einschulung im Rhein-Sieg-Kreis : Integration ist das prägende Thema

Für insgesamt 5386 Kinder aus dem Rhein-Sieg-Kreis beginnt am Donnerstag ein neues Kapitel: Zwischen Windeck und Rheinbach stehen an den Grundschulen Einschulungen an. An Rhein und Sieg verzeichnet laut Kreisverwaltung die größte Stadt Troisdorf auch die meisten Einschulungen (645). Mehr als 100 Flüchtlingskinder werden beschult.

Für insgesamt 5386 Kinder aus dem Rhein-Sieg-Kreis beginnt am Donnerstag ein neues Kapitel: Zwischen Windeck und Rheinbach stehen an den Grundschulen Einschulungen an. An Rhein und Sieg verzeichnet laut Kreisverwaltung die größte Stadt Troisdorf auch die meisten Einschulungen (645), gefolgt von Sankt Augustin (506). Beide Kommunen liegen bei den Einschulungen kreisweit vorn. Hennef kommt auf 417 i-Dötzchen, Siegburg auf 382, Niederkassel auf 370. Die Zahlen des Kreises sind nur vorläufig, da auf Anmeldedaten basierend. Die offizielle Statistik kommt erst im Oktober.

Ein beherrschendes Thema im neuen Schuljahr ist die Integration von Flüchtlingen. Allein der Rhein-Sieg-Kreis rechnet mit 18 Internationalen Förderklassen an seinen Berufskollegs in Troisdorf, Hennef, Siegburg und Duisdorf. Auch an den Nebenstellen des Siegburger Kollegs – in Eitorf, Neunkirchen-Seelscheid, Bad Honnef – sind Klassen eingerichtet. „Uns geht es darum, die Jugendlichen nah am Wohnort zu beschulen. Es bringt nichts, wenn sie anderthalb Stunden Fahrtzeit zum Unterricht zurücklegen müssen“, sagt Hans Clasen, Schulamtsleiter beim Kreis. „Das Wichtigste ist, dass die Jugendlichen Deutsch lernen.“ Rund 360 Flüchtlinge würden in den Internationalen Förderklassen unterrichtet.

Diese heißen an den allgemeinen Schulen „Sprachfördergruppe“. Kreisweit gibt es 39 dieser Gruppen an Grundschulen, 17 an Hauptschulen, fünf an Realschulen, zehn an Gesamtschulen und 16 an Gymnasien. Mehr als 1000 Flüchtlingskinder, so schätzt Clasen, werden auf diese Weise beschult – unabhängig davon, ob ihre Familie anerkannt oder geduldet ist; bei einigen ist das Asylverfahren noch gar nicht eröffnet. „Ein wesentliches Problem sind die Räumlichkeiten. Es wird an den Schulen eng“, so Clasen. Als Beispiel nannte er allgemein Gesamtschulen und das Troisdorfer Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg.