Backofen im Bord-Bistro überhitzt: ICE-Zug nach Rauchentwicklung in Siegburg evakuiert

Backofen im Bord-Bistro überhitzt : ICE-Zug nach Rauchentwicklung in Siegburg evakuiert

Ein kompletter ICE-Zug musste am Samstagnachmittag evakuiert werden, nachdem es im Bord-Bistro zu einer Rauchentwicklung gekommen war.

Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei am Siegburger Bahnhof: Nachdem es im Bord-Bistro eines ICE-Zuges zu einer leichten Rauchentwicklung gekommen war, musste ein ICE-Zug sowie der Bahnsteig 3 am Samstagnachmittag komplett geräumt werden.

Der ICE 628 war auf dem Weg von München nach Dortmund, als die Rauchentwicklung im Waggon 25 entdeckt wurde. Offenbar war im dortigen Bord-Bistro ein defekter Backofen zu heißgelaufen.

Feuerwehr, Landes- und Bundespolizei rückten mit einem Großaufgebot aus und evakuierten vorsichtshalber den kompletten Zug. Nach ersten Informationen musste jedoch kein Brand gelöscht werden. Die Feuerwehrkräfte stellten nach der Evakuierung mehrere Hochdrucklüfter vor den Türen des Zuges auf, um die Waggons zu durchlüften.

Verletzt wurde niemand. Die rund 250 Passagiere konnten den nächsten ICE nehmen , sagte ein Bahn-Sprecher. Der Zug wurde anschließend zur Reparatur nach Düsseldorf gefahren.

Erst vor zwei Monaten hatte es in der Region schon einen Vorfall mit einem ICE gegeben, der jedoch weitaus fataler ausgefallen war: Am 12. Oktober war auf dem Streckenabschnitt bei Montabaur in einem fahrenden ICE ein Feuer ausgebrochen. Alle gut 500 Menschen an Bord wurden gerettet. Fünf erlitten leichte Verletzungen. Das Feuer zerstörte den Zug und beschädigte die Gleise. Rund einen Monat lang kam es auf der Strecke zu Einschränkungen. Die Brandursache ist derweil weiter unklar.

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