Katholischer Verein für soziale Dienste: Hier wird in Siegburg beim Start in den Beruf geholfen

Katholischer Verein für soziale Dienste : Hier wird in Siegburg beim Start in den Beruf geholfen

Der Katholische Verein für soziale Dienste startet ein Projekt im Kreis. Eine höhere Chancengleichheit und eine verbesserte berufliche Teilhabe vor allem für Geflüchtete sind dem Verein ein besonderes Anliegen.

Ein neues Projekt im Rhein-Sieg-Kreis soll Anlaufstelle für junge Menschen sein, die am Anfang ihrer Berufsausbildung stehen und dabei Hilfe benötigen. „SinA – Stark in Arbeit und Ausbildung“ heißt die Aktion des Katholischen Vereins für soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis (SKM).

Ziel ist es, die Menschen beim Berufseinstieg und in der Ausbildung zu fördern. Eine höhere Chancengleichheit und eine verbesserte berufliche Teilhabe vor allem für Geflüchtete sind dem SKM ein besonderes Anliegen. Zudem sollen die häufigen Ausbildungsabbrüche vermieden werden. Doch nicht nur für Geflüchtete soll „SinA“ eine Anlaufstelle sein, sondern auch Menschen aus sozial schwachen Verhältnissen sollen unterstützt werden. „Das Projekt ist offen für alle, und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben kann so gefördert werden“, so Projektleiterin Rebecca Baston. Sie ist Sozialarbeiterin bei „SinA“ und der Erwerbslosenberatung „JobJob“. Darüber hinaus solle das Projekt auch die Integration und den Kontakt zu Deutschen fördern.

Ab sofort können Interessierte immer mittwochs von 13.30 bis 15.30 Uhr zu einem offenen Café in die Beratungsstelle an der Wilhelmstraße 74 in Siegburg kommen. Eine offene Sprechstunde bietet der SKM freitags von 9 bis 11 Uhr ebenfalls in der Beratungsstelle an. Donnerstags gibt es von 15 bis 16.30 Uhr das Konversationsangebot „Besser Deutsch lernen“.

Betriebsbesichtigungen werden angeboten

Besonders wichtig ist für die Initiatorinnen auch das offene Nachhilfeangebot, das in den Räumen der Flüchtlingsbetreuung an der Kempstraße in Siegburg jeden Donnerstag von 17.30 bis 19.30 Uhr stattfindet. „Die Geflüchteten können aus sprachlichen Gründen nicht mithalten“ sagt Alexa Fierlings, Fachbereichsleiterin der Schuldnerberatung. Und Baston ergänzt: „Die Schulzeit von zehn Jahren können selbst junge Leute nicht aufholen.“ Aufgrund dessen hätten mehr als 30 Prozent der Geflüchteten ihre Ausbildung in den vergangenen Jahren abbrechen müssen.

Auch Betriebsbesichtigungen werden angeboten: „Damit sie auch schauen können, welche Betriebe da sind“, sagt Baston. Schließlich sind die Qualifikationen aus den Heimatländern nicht gleichwertig mit denen in Deutschland.

Das Projekt läuft bis Mitte 2022. Finanziert wird es vom Erzbistum Köln und vom Diözesan-Caritasverband. Interessenten können sich bei Rebecca Baston und Ester Nehm unter 0 22 41/17 78 51 oder 0 22 41/17 78 50 melden. Die Initiatorinnen freuen sich über Mentoren, Interessenten für mögliche Patenschaften und über Firmen, die Betriebsbesichtigungen anbieten.

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