A3 am Kreuz Bonn/Siegburg: Helfer müssen nach Lkw-Unfall 500 Meter zu Fuß laufen

A3 am Kreuz Bonn/Siegburg : Helfer müssen nach Lkw-Unfall 500 Meter zu Fuß laufen

Bei einem schweren Unfall mit drei Lastwagen auf der A3 im Autobahnkreuz Siegburg ist am Freitagmittag ein 29-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Die Autobahn war für knapp zehn Stunden komplett gesperrt, Probleme gab es mit der Rettungsgasse.

Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am Freitagmittag um 11.15 Uhr auf der A3 im Autobahnkreuz Bonn/Siegburg in Richtung Köln gekommen. Drei Lastwagen sind nach Angaben der Polizei kollidiert. Bei dem Auffahrunfall rund 500 Meter nördlich von Dambroich ist ein 29-jähriger Lastwagenfahrer nach Angaben der Polizei lebensgefährlich verletzt worden.

Nach ersten Ermittlungen war der 29-Jährige gegen 11.15 Uhr auf der A3 in Richtung Oberhausen unterwegs gewesen. Unmittelbar vor dem Autobahnkreuz fuhr er mit seinem Lastwagen nahezu ungebremst auf einen weiteren Lastwagen auf, der von einem 39-Jährigen geführt wurde. Dieser wurde dadurch wiederum auf einen Lastwagen aus Litauen geschoben. Durch die Wucht des Zusammenstoßes verkeilte sich der Lastwagen des 29-Jährigen mit dem vorausfahrenden Sattelzug. Nach Angaben der Königswinterer Feuerwehr riss die Fahrzeugkabine ab, das Fahrerhaus hatte sich auf die Ladefläche des Fahrzeuges gedrückt. Der 29-Jährige wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt, während der 39-Jährige leichte Verletzungen erlitt. Der 59-jährige Litauer blieb unverletzt.

Mann nach eineinhalb Stunden befreit

Über die Ladefläche und mit schweren hydraulischen Rettungsgeräten erreichten die Einsatzkräfte den lebensgefährlich verletzten Mann und versorgten ihn noch im Lastwagen. Nach rund eineinhalb Stunden konnte der Mann befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden, teilt die Feuerwehr Königswinter mit.

Die Lastwagen standen quer über mehrere Fahrspuren, während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme war die A3 in Fahrtrichtung Köln knapp zehn Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Siebengebirge abgeleitet und staute sich über mehrere Kilometer. Gegen 16.10 Uhr konnten die ersten aufgestauten Lastwagen die Unfallstelle wieder passieren. Das Verkehrskommissariat 2 hat die Ermittlungen aufgenommen.

Probleme mit der Rettungsgasse

Im Einsatz waren vier Einheiten der Feuerwehr Königswinter und der Rüstzug der Berufsfeuerwehr Köln mit insgesamt rund 60 Kräften, dazu der Rettungsdienst. Die Straßenmeisterei baute einen rund 80 Meter langen Sichtschutz auf. Laut der Polizei ist jede Menge Treibstoff ausgelaufen. Die Untere Wasserbehörde wurde verständigt. Der Bergedienst wurde ebenfalls zur Unfallstelle gerufen.

Probleme bereitete den anrückenden Kräften die Anfahrt. "Eine Rettungsgasse war praktisch nicht vorhanden", teilt die Feuerwehr mit. Einsatzkräfte mussten demnach bis zu 500 Meter zu Fuß an den Unfallort laufen und die Lkw-Fahrer zum Bilden einer Rettungsgasse auffordern.