2500 Zuschauer: "Hausmarke" gibt Benefizkonzert in Siegburg

2500 Zuschauer : "Hausmarke" gibt Benefizkonzert in Siegburg

Die Kultband aus der Kneipe Poco Loco ist erneut vereint: Die Musiker präsentieren in der ausverkauften Rhein-Sieg-Halle Hits der 80er und 90er Jahre.

Ein dreistündiges Konzert vor ausverkauftem Haus – das erlebten am Samstagabend rund 2500 Zuschauer, die zur dritten Auflage des Jubiläumskonzerts der Siegburger Kultband „Hausmarke“ gekommen waren. Bereits 2017 begeisterten Mirko Bäumer, Achim Remling, Sascha Sadeghian und Claudia Salzig (allesamt Gesang) und Pianist Oliver Bollmann mit einem Konzert zu ihrem 25-jährigen Bestehen in der Siegburger Rhein-Sieg-Halle so sehr, dass ein Jahr später unter dem Motto „25b“ ein weiterer gefeierter Auftritt dem Silberjubiläum der Band Rechnung trug.

Am Samstagabend gab es mit „25c“ die dritte Auflage, bei der die Band mit musikalischer Unterstützung die feier- und sangesfreudigen Gäste auf eine musikalische Zeitreise in die 80er und 90er Jahre mitnahm und eine tolle Mischung aus Rockmeilensteinen, Pop-Evergreens aber auch Schlager bot. Das Benefizkonzert wurde vom Siegburger Lions-Club organisiert, der damit den Höhepunkt seines 50-jährigen Bestehens feierte. Der Erlös kommt der Flüchtlingshilfe und behinderten Menschen zugute.

„Wir sind die Band zum Sekt“ hatte Mirko Bäumer einmal scherzhaft gesagt. Der frühere Queenkings-Vokalist und heutige Bläck-Fööss-Sänger arbeitete Anfang der 90er Jahre gemeinsam mit Achim Remling, Sascha Sadeghian und Claudia Salzig als Servicekraft in der Siegburger Partykneipe Poco Loco, Pianist Oliver Bollmann legte als DJ Platten auf. Das Quintett fand musikalisch schnell zueinander und wurde Hausband im Poco Loco. Einmal im Monat gab es in der Kellerkneipe einen Sektabend, bei dem für fünf Mark Eintritt die Schampus-Hausmarke serviert wurde. So entstand schließlich der Bandname „Hausmarke“.

Das Konzept der Band, die bereits Stadion-Auftritte im Vorprogramm von Achim Remlings Vater Wolfgang Petry und Tourneen durch die Dominikanische Republik absolvierte, funktioniert nach wie vor: eine gute Mischung aus Rock, Pop und Schlager, bei der jeder Hausmarke-Sänger seine Soloauftritte hat. So gelang es erneut, dass Musikfans aller Altersklassen während des dreistündigen Konzertes auf ihre Kosten kamen.

Gut gelaunt startete das Quintett, dass sich zwar 2001 offiziell auflöste, seitdem aber immer mal wieder gemeinsam musiziert, mit dem „Kool and the Gang“-Discoklassiker „Celebration“ in den Abend und setzte schon mal den Party-Ton für die kommenden drei Stunden. Claudia Salzig fetzte bei ihrer Interpretation von der Ideal-Hymne „Blaue Augen“ über die Bühne der Rhein-Sieg-Halle, Mirko Bäumer glänzte mit der Queen-Ballade „Love of my life“ und kredenzte dem textfesten Publikum „Kyrie“ von Mr. Mister. „Honesty“ von Billy Joel, „Through the barricades“ von „Spandau Ballet“, Abbas „Mamma Mia“, „Time of my life“ aus dem Dirty-Dancing-Soundtrack und „Girls just wanna have fun“ von Cyndie Lauper – die Cover-Songs der Setlist waren handverlesen.

Gemeinsam mit einem Chor, der aus Flüchtlingskindern bestand, sang die „Hausmarke“ zudem „We are the world“ und entließ ihr begeistertes Publikum mit einer Interpretation der „Biene Maja“ gegen 23.30 Uhr nur fast in die Nacht. Denn bei der After-Show-Party, an der auch die Band teilnahm, ging es bis in die frühen Morgenstunden weiter.

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