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Weihnachtsmarkt in Siegburg: Händler auf Mittelaltermarkt sind durchweg zufrieden

Weihnachtsmarkt in Siegburg : Händler auf Mittelaltermarkt sind durchweg zufrieden

Die Händler auf dem Mittelalterlichen Markt zur Weihnachtszeit in Siegburg ziehen dank wenig Regen eine positive Bilanz. An einem Wochenende kamen rund 50.000 Besucher.

Deutlich weniger regnerisch als im vergangenen Jahr war das Wetter in diesem Dezember. Das spürten auch die Händler auf dem mittelalterlichen Markt in Siegburg. Ging die Besucherzahl im vergangenen Jahr aufgrund der vielen Regentage noch deutlich zurück, war es dieses Mal besser. „26 von 31 Tagen waren vergangenes Jahr verregnet“, sagte „Moccamaker“ Martin Rath am Donnerstag. „Und das Wetter spielt in einer Kleinstadt immer eine große Rolle für Veranstaltungen wie diese.“ Man sei auch auf Besucher aus den Nachbarstädten angewiesen. „Darüber haben wir uns keine Sorgen mehr gemacht, als der Mittelaltermarkt an einem Wochenende 50 000 Besucher zählte. Das war gigantisch.“ Von Anfang an dabei ist Rath mit seinem Stand voller orientalischer Spezialitäten. Das sind 28 Jahre Erfahrung in Siegburg. Er zieht eine positive Bilanz: „Das Konzept zieht noch.“

Erst zum dritten Mal dabei ist Axel Pfeifer mit seinem Stand „Feder und Buch“. Seiner Beobachtung nach ist es ruhiger auf dem mittelalterlichen Markt geworden. „Das erste Mal war ich 2016 als Aussteller hier. Und das war das beste Jahr für mich“, so Pfeifer. Dieses Mal sei der Umsatz ähnlich wie im vergangenen Jahr gewesen. „Man kann auf hohem Niveau jammern, aber das mache ich nicht.“ Außerdem sei ihm aufgefallen, dass tagsüber weniger los ist und es sich erst abends nach und nach füllt. Trotzdem möchte er im kommenden Jahr wiederkommen.

So auch Horst Pfetzing, der seit 18 Jahren seine geflochtenen Körbe auf dem Mittelaltermarkt anbietet. Da er mittlerweile treue Stammkunden hat, ist sein Stand immer gut besucht. „Aber ein bisschen weniger Kunden waren es in diesem Jahr schon“, sagte er. Zurückzuführen sei das auf die Dauer des Markts. Er plädiert dafür, ihn erst am ersten Advent zu eröffnen und am 22. Dezember wieder zu schließen. „Die Länge darf nicht ausufern.“ Nicht beklagen kann sich Büttel Mollinarius alias Wolfgang Struchtrup. Von Anfang an ist er dabei und führt Besuchergruppen über den mittelalterlichen Markt in Siegburg. Er gehört zum Veranstalter „Kramer, Zunft und Kurtzweyl“. Die Abendvorführungen seien nach wie vor gut besucht. „Das Fallbeil der Gerechtigkeit, Jonglage und die Feuereinlagen ziehen immer noch Hunderte vor die Bühne“, so der 65-Jährige, der im vergangenen Jahr aufgrund einer schweren Krankheit aussetzen musste. Jetzt ist er aber voller Energie zurück und will auch in Zukunft so viele Besucher wie möglich unterhalten.