Charity-Projekt in der Region: Großer Andrang bei der zweiten Suppensause in Siegburg

Charity-Projekt in der Region : Großer Andrang bei der zweiten Suppensause in Siegburg

Riesengedränge im S-Carré: 30 Kochteams zeigten am Sonntag bei der zweiten Siegburger Suppensause ihr Können. Das beste Rezept hatten die Siegburger Funken Blau-Weiss mitgebracht.

Rheinische Rinderkraftbrühe, Bohnensuppe oder Kürbis-Orangensuppe mit Zimt sind nur einige wenige Beispiele des Angebots bei der zweiten Siegburger Suppensause, die am Sonntag im Sion im Carré stattfand. Die Sause fand regen Zuspruch: Schon bevor sie überhaupt begonnen hatte, standen die Gäste Schlange. So auch Yvonne Schwachtmanns, die mit ihrem Mann gekommen war. Sie stehe gerne trotz der eisigen Kälte an, es sei ja schließlich für einen guten Zweck, sagte sie.

Die Siegburger Suppensause ist eine Benefizveranstaltung. Wie berichtet, gehen die Einnahmen, die durch den Verkauf der Suppen erzielt werden, größtenteils an die Stiftung „Hilfe für Nick und Co.“. Insgesamt 30 Kochteams aus Vereinen, Unternehmen oder Privatpersonen waren angetreten und verkauften jeweils rund zehn Liter Suppe. Eine Portion kostete 50 Cent. In einer geheimen Abstimmung wurde dann von den Gästen die Gewinnersuppe gewählt.

Kaum gab die Organisatorin Sandra Owoc den Startschuss, füllte sich das Sion im Carré mit den vielen Gästen, sodass man an einigen Stellen kaum noch durchkam. Doch der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Kochteams und die Gäste kamen ins Gespräch, und ins stetige Gemurmel mischte sich viel lautes Lachen. Sandra Owoc und ihre Mitorganisatorinnen Pia Bruchmann und Birgit Hühn waren überwältigt. „Trotz der Kälte sind so viele Menschen gekommen und amüsieren sich, das ist mein persönliches Highlight“, so Owoc.

Die ersten Töpfe sind nach 45 Minuten bereits leer

Die beiden Siegburgerinnen Silke Könnecke und Andrea Krause waren als privates Kochteam das erste Mal dabei. Sie hatten ihre „Partysuppe“ mitgebracht, mit Hackfleisch, Paprika, Bohnen und Zwiebeln. Den ganzen Samstag hätten sie gemeinsam gekocht, sagten die beiden. Das hatte sich gelohnt: Nach einer Dreiviertel Stunde waren schon acht von zehn Litern verkauft. „Wenn das so weitergeht, sind wir in einer halben Stunde ausverkauft“, so die beiden Frauen.

Beim Kochteam des Siegburger Kranz Park Hotels war der Topf zu dem Zeitpunkt schon leer. Küchenchef Uwe Höhlmann verkaufte eine Tomaten-Kokos-Suppe mit Garnelenspieß. Er sei das erste, aber garantiert nicht das letzte Mal bei der Sause dabei, sagte der Küchenchef. „Die Atmosphäre ist einfach klasse.“

Der Gast Peter Opitz hatte einen der raren Sitzplätze ergattern können und schon zwei Suppen probiert: eine Bohnensuppe und eine syrische Erbsensuppe. „Beide waren sehr gut“, sagte er. „Ich werde aber sicherlich noch einige weitere durchprobieren, so viel wie eben geht.“

Sandra Owoc hatte für die Suppensause vier Monate lang ihren Beruf als Maklerin ruhen lassen. Dafür und für sechs Jahre Einsatz für die Stiftung „Hilfe für Nick und Co.“ wurde sie am Sonntag geehrt. Von der Stiftung wurde im vergangenen Jahr ein Ehrenpreis ins Leben gerufen, für Menschen, die sich in besonderem Maße für sie einsetzen. Owoc war die zweite Preisträgerin. Für sie kam die Auszeichnung am Sonntag überraschend, die Freude darüber war um so größer.