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Infoveranstaltung am Mittwoch: Flüchtlinge bleiben 14 Tage

Infoveranstaltung am Mittwoch : Flüchtlinge bleiben 14 Tage

Die Stadt Siegburg geht davon aus, dass die Notunterkunft für 150 Flüchtlinge in der Dreifachhalle am Neuenhof "bis auf Weiteres" besteht. Das sagte Stadtsprecher Wolfgang Hohn dem GA. Die Bezirksregierung Köln als verantwortliche Behörde habe der Stadt keine Informationen zur Dauer geliefert.

Am kommenden Montag erwartet die Stadt die ersten Flüchtlinge, die Helfer in der Dreifachhalle beginnen heute mit den Vorbereitungen. Dabei legen die Arbeiter unter anderem den Boden mit Folie aus. Am Mittwoch folgen die Feldbetten, als Sichtschutz dienen zwei Meter hohe Bauzäune.

Das Deutsche Rote Kreuz erfasst in Siegburg die Daten der Flüchtlinge, zudem werden sie medizinisch versorgt. Voraussichtlich jeweils etwa 14 Tage bleiben die Menschen in Siegburg, bevor sie in andere Kommunen geschickt werden. Ein Sicherheitsdienst sorgt laut Stadt 24 Stunden am Tag für die Sicherheit der Menschen, zudem sind Mitarbeiter der Verwaltung vor Ort.

Gestern Vormittag besprach Bürgermeister Franz Huhn mit den Leitern der drei Schulen am Neuenhof die Situation. Huhn sagte: "Wir bitten für nicht vermeidbare Einschränkungen um Verständnis. Die große Notlage und das die öffentliche Berichterstattung dieser Tage beherrschende oft unermessliche Leid der Flüchtlinge lassen keine andere Wahl."

Informationsabend in der Schulmensa

Um die Fragen der Bürger zur Unterkunft am Neuenhof zu beantworten, gibt es morgen ab 19 Uhr in der Mensa des Schulzentrums einen Informationsabend. Zur selben Zeit findet auch die zweite Informationsveranstaltung der Stadt Sankt Augustin in der früheren Medienzentrale der Bundeswehr statt.

Dort ziehen ab September bis zu 800 Flüchtlinge in eine zentrale Unterbringungseinheit ein. Beim ersten Infoabend kamen 400 Menschen, in etwa so viele mussten aus Platzgründen vor der Tür bleiben. Deshalb sind nun Anmeldungen nötig gewesen, 380 nutzten diese Möglichkeit.

Mit ähnlichen Problemen rechnet Hohn nicht: "Die Mensa ist groß genug. Das müsste passen." Deshalb seien Anmeldungen nicht nötig. Eine mögliche Besucherzahl prognostizierte er nicht. "Das können wir nicht abschätzen."

Im Anschluss informiert die Stadt die Sportvereine, die die Halle am Neuenhof für ihre Aktivitäten nutzen. Dabei sollen alternative Sportstätten zur Sprache kommen - so hätten etwa der Rhein-Sieg-Kreis oder das Oktopus-Bad Hilfe angeboten. Wie in Troisdorf gilt für Siegburg: Solange die Stadt Standort einer Notunterkunft ist, bekommt sie keine weiteren Flüchtlinge zugewiesen.

Die Stadt hat ein Bürgertelefon eingerichtet unter Tel. 0 22 41/10 22 00. Eine Abgabestelle für Spenden gibt die Stadt morgen bekannt, die Organisation der Spenden übernimmt die Flüchtlingshilfe Lohmar/Siegburg.