Anwohner schlug Alarm: Feuerwehr öffnet Grab in Siegburger Waldstück

Anwohner schlug Alarm : Feuerwehr öffnet Grab in Siegburger Waldstück

Zu einem möglichen Leichenfund sind die Siegburger Polizei sowie die Feuerwehr am Dienstagabend ausgerückt. Ein Spaziergänger hatte an einem Waldrand mutmaßlich ein Grab entdeckt. Dort lag jedoch kein Mensch begraben.

Ein Spaziergänger hat am frühen Dienstagabend in der Jean-Dohle-Straße in Siegburg ein Grab am Waldrand entdeckt. Bei seinem Spaziergang sah er einen aufgeschütteten Erdhügel mit einem Kreuz und einem Grablicht darauf. Aus Sorge, dass sich dort vielleicht ein menschlicher Leichnam befinden könnte, alarmierte er Polizei und Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte untersuchten den Fundort in direkter Nähe zum Firmensitz der Hit Handelsgruppe und hoben das Grab aus. In diesem fanden sie dann eine tote Katze. Diese war offenbar von ihrem Besitzer dort begraben und das Grab mit Kreuz und Grableuchte ausgestattet worden. Der Erdhügel wurde von den Einsatzkräften wieder über der Katze aufgeschüttet.

Das Kreuz und die Grableuchte wurden nach GA-Informationen von der Feuerwehr eingesammelt, damit nicht noch mehr Spaziergänger durch die Grabstelle irritiert werden. Da das Tier nicht gechipt war und somit auch ein Halter nicht ausmachbar, beschlossen Feuerwehr, Kreisveterinäramt und Forstamt, den Fall damit abzuschließen, teilte Siegburgs Stadtsprecher Jan Gerull am Mittwoch mit.

Grundsätzlich ist das Begraben einer toten Katze nur auf einem Privatgrundstück erlaubt, wenn dieses nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt. Auch wenn die Katze an einer ansteckenden Krankheit litt, darf das Tier nicht im eigenen Garten begraben werden. Wird die Katze jedoch in einem öffentlichen Waldstück begraben, droht ein hohes Bußgeld.

Der konkrete Fall wird die Polizei allerdings nicht mehr beschäftigen. Dem wäre nur so, wenn das Tier gequält worden wäre, teilte Polizeisprecher Burkhard Rick am Mittwochmorgen mit. "Nach aktuellem Stand sehen wir keine strafrechtliche Relevanz", so Rick.