Begegnungsstätte in Siegburg: Eröffnung des „Lukas Zwo“

Begegnungsstätte in Siegburg : Eröffnung des „Lukas Zwo“

In der kirchlichen Begegnungsstätte „Lukas Zwo“ sollen Jugendliche miteinander diskutieren. Nach zwölf Jahren Planungszeit hat die Einrichtung eröffnet.

Nach zwölf Jahren Planungszeit und vier provisorisch gestalteten Ersatzräumlichkeiten, die als Ausweichquartier dienten, hat am Sonntag das „Lukas Zwo“ geöffnet. Es ist eine Anlaufstätte für Jugendliche und junge Erwachsene des Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Altenkirchen. Es soll für sie ein Ort der Diskussion, der Gespräche und der Gewissensforschung sein. Das „Lukas Zwo“ verfügt über Begegnungs- und Seminarräumen, auch eine gemütliche „Chill Out Lounge“ gehört dazu. Die Katholische Jugendagentur, die Abteilung Seelsorge Bonn und das Erzbistum Köln haben das „Lukas Zwo“ ins Leben gerufen, es ist angeschlossen an die Kirchengemeinde Sankt Servatius.

„Wir haben rund 6000 Euro, die vom Erzbistum Köln kamen, in die Ausstattung und Inneneinrichtung des 'Lukas Zwo' gesteckt“, berichtete Rainer Braun-Paffhausen, Geschäftsführer der Katholischen Jugendagentur Bonn, und ergänzte: „Wir begrüßen es sehr, dass es neben dem Jugendzentrum 'Deichhaus', der Straßensozialarbeit und dem Jugendmigrationsdienst nun eine weitere Anlaufstelle in Siegburg gibt, die sich um Sorgen und Bedürfnisse von Jugendlichen kümmert.“

Kreisjugendseelsorger und Pfarrer Thomas Taxacher, der sich um das „Lukas Zwo“ kümmert, betonte: „Wir sind sehr froh, dass unser neues Projekt nach einigen Schwierigkeiten in der Planung nun seinen Ort gefunden hat.“ Zur Namensfindung sagte er: „Im zweiten Lukas-Evangelium diskutierte der junge Jesus im Tempel mit den Schriftgelehrten seinen Glauben, stellte Fragen, und setzte sich mit der Wirklichkeit auseinander. Daher der Name unseres Projekts. 'Lukas Zwo' soll ein Ort des Austauschs sein.“

Bürgermeister Franz Huhn schloss sich in seinem Grußwort an. „Die jungen Leute sollen sich im 'Lukas Zwo' die Köpfe heiß reden, Das schafft Erinnerungsmomente für das Leben. Positiv zu werten ist die Lage der Begegnungsstätte mitten in Siegburg.“ Und Kreisdechant Thomas Jablonka ergänzte: „Das 'Lukas Zwo' ist eine Heimat für Jugendliche. Das ist sehr wichtig. Zudem liegt es unmittelbar an Sankt Servatius. Der Weg hinüber ist also kurz.“

Das Angebot von „Lukas Zwo“ umfasst neben der Gesprächsführung viele Aktivitäten: So ist der Mittwoch beispielsweise für Konzerte, Lesungen, Spielen, Kochen, Kunstprojekte und Fotoworkshops reserviert. Jeden ersten Sonntag im Monat laden Thomas Taxacher und seine Crew zum Nachdenken über den Glauben und zur Feier einer Jugendmesse in Sankt Servatius ein.

Geplant sind auch Fahrten zum Katholikentag nach Leipzig und zum Weltjugendtag nach Krakau. „Ganz zentral ist, dass die Jugend des Kreises ungezwungen ins 'Lukas Zwo' kommen kann, um jede Menge Spaß zu haben“, sagte Thomas Taxacher.

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