Rechtsrheinischer Kreis-Vorlese-Wettbewerb: Elias Lison aus Siegburg ist der beste Vorleser

Rechtsrheinischer Kreis-Vorlese-Wettbewerb : Elias Lison aus Siegburg ist der beste Vorleser

20 Schulgewinner nahmen am rechtsrheinischen Kreis-Wettbewerb in Siegburg teil. Eine sechsköpfige Jury kürte die Sieger in der Stadtbibliothek. Elias Lison aus Siegburg hatte am Ende die Nase vorn.

Er hatte viel geübt, und das hat sich gelohnt: Der neue Kreismeister im Vorlese-Wettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels heißt Elias Lison. Strahlend nahm der Elfjährige seinen Preis aus der Hand von Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn entgegen. „Die beste Medizin“ lautete der Titel des Buchs, das der Sechstklässler des Gymnasiums Alleestraße als Preis erhielt. Zuvor hatte er schon, wie alle anderen 20 Schulgewinner, die an diesem Tag drei Minuten lang aus selbst mitgebrachten Büchern vorlesen mussten, das Buch „Das Museum der sprechenden Tiere“ als Dankeschön für die Teilnahme erhalten.

„Wir hatten noch nie so viele Anmeldungen“, freute sich Moderatorin Beate Pilger vom Freundeskreis der Stadtbibliothek, der die Veranstaltung schon seit vielen Jahren ausrichtet. In den Vorjahren seien es maximal 18 Schulen gewesen, die ihre besten Vorleser zum Wettbewerb entsandt hatten. Dieses Mal hätten sie sogar Stühle hinzustellen müssen, um dem 70-köpfigen Publikum aus Teilnehmern, Eltern und Lehrern Plätze anbieten zu können, so Pilger.

Schwierige Entscheidung für die Jury

Die sechsköpfige Jury hatte es indes nicht leicht. Die ehemalige Grundschullehrerin Elke Salgert, der Leiter der Sparda Bank, Lutz Peter Reinhardt, der Buchhändler Paul Remmel, die ehemalige Bibliotheksmitarbeiterin Monika Baltes, Katja Held vom Kinderschutzbund und Henry Sorg, der zwölfjährige Gewinner des Vorjahres-Wettbewerbs hatten sich laut Pilger „sehr, sehr schwer getan mit ihrer Entscheidung“. Knapp war es schon zuvor bei der Wahl der fünf Finalisten gewesen, die zwei Minuten aus „Die beste Medizin“ hatten vorlesen müssen. Unter ihnen war Jasmin Wittenberg von der Siegburger Alexander-von-Humboldt-Realschule. Die Elfjährige erklärte, dass sie auch zu Hause gern lese und nun einfach mal schauen wolle, ob sie es schaffe. „Und jetzt bin ich hier“, sagte sie selbstbewusst. Auch Leila Rusert vom Siegburger Anno-Gymnasium, Mira Kandel vom Antonius-Kolleg in Neunkirchen-Seelscheid und Antonia Hecht vom Sankt Theresien-Gymnasium in Ruppichteroth schafften es ins Finale und begründeten ihre Teilnahme mit ihrer Leseleidenschaft. Miriam Schäfer von der Gesamtschule Niederkassel nannte als Motivation, dass sie „jede Menge neuer Wörter und Begriffe“ dabei lerne.

„In einem völlig fremden Raum vor völlig fremden Zuhörern einen völlig fremden Text zu lesen, ist die Kür“, sagte Huhn mit Blick auf das unbekannte Buch, aus dem vorgelesen werden musste. Gleichzeitig nutzte Huhn die Gelegenheit, an die Schüler zu appellieren, sich in ihrem künftigen Leben für die zwei großen aktuellen Themen Frieden und Umwelt einzusetzen. „Wer liest, hat offene Augen“, begründete er seine Aufforderung an die jungen Vorleser, zu denen auch Elias gehörte. Dass er die Kür meistern sollte, kam nicht überraschend. Wie sein Vater verriet, hatte er bereits einen Vorlese-Wettbewerb in der vierten Klasse gewonnen. „Ich lese super gerne, und dies ist nun ein toller Ansporn“, sagte der Sechstklässler, der in der ersten Runde aus seinem Lieblingsbuch „Meg Finn und die Liste der vier Wünsche“ von Eoin Colfer vorgelesen hatte, sichtlich stolz.