Energieversorgung in Siegburg: Die Kreisstadt gründet eigene Stadtwerke

Energieversorgung in Siegburg : Die Kreisstadt gründet eigene Stadtwerke

Stadtbetriebe kooperieren mit der Rhein-Sieg-Netz und versorgen die Kreisstadt mit Gas und Strom.

Die Stadt Siegburg gründet ihre eigenen Stadtwerke. Das haben Stadtwerkeausschuss und Stadtrat am Donnerstagabend einstimmig, jeweils ohne Enthaltung, beschlossen. Wie die Verwaltung am Freitag mitteilte, ist die Stadt über ihre Stadtbetriebe Siegburg AöR mit 51 Prozent an den neuen Stadtwerken beteiligt. Kooperationspartner ist die Rhein-Sieg-Netz-GmbH, eine Tochter der Rhenag. Sie erhielt im Konzessionierungsverfahren den Zuschlag. Die neuen Stadtwerke kaufen nun bis 2017 das Strom- und Gasnetz vom bisherigen Eigentümer zurück. Die derzeitigen Konzessionen laufen im März 2017 aus.

„Für die Zukunft Siegburgs ist das ein Glücksgriff“, sagte Bürgermeister Franz Huhn gestern auf Nachfrage. Er begrüßte, dass die Politik diesen Schritt im Einvernehmen gegangen ist. Derzeit laufe noch der Vergabeprozess. Sobald dieser abgeschlossen sei, werde die Verwaltung nähere Details zu zu den Stadtwerken geben. Als historischen Moment bezeichnete CDU-Fraktionschef Jürgen Becker die Gründung der Stadtwerke. „Unterm Strich haben wir nun eine bessere Situation“, sagte er.

Als Erfolg wertet die SPD-Fraktion das Ja zu den Stadtwerken. Bereits 2013 hatten die Sozialdemokraten diese angeregt. „Im Ergebnis ist die Lösung, die wir nun gemeinsam in vielen Sitzungen gefunden haben, gut“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Keller. Die Stadtwerke seien eine große Chance für die Zukunft der Stadt. Raymund Schoen von den Linken lobte den bisher transparenten Prozess. Zur Gründung sagte er: „Es ist kein revolutionärer, aber ein vernünftiger Weg.“

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