Schule im Rhein-Sieg-Kreis: Die i-Dötzchen entdecken den Schulweg

Schule im Rhein-Sieg-Kreis : Die i-Dötzchen entdecken den Schulweg

Landrat Sebastian Schuster gibt Startschuss für die kreisweite Aktion „Sicher zur Schule“. Schulanfänger sollen den Weg in die Schule rechtzeitig üben.

Wie gehe ich über einen Zebrastreifen? Welche gefährlichen Stellen gibt es auf meinem Schulweg? Und wo muss ich besonders aufpassen? Diesen Herausforderungen stellen sich in den nächsten Monaten Vorschulkinder im gesamten Rhein-Sieg-Kreis. Das Ziel: Pünktlich zur Einschulung im Sommer sollen sie den Schulweg sicher bewältigt können.

Bereits seit einigen Jahren verteilen die Landesverkehrswacht NRW und die Unfallkasse NRW mit der Aktion „Sicher zur Schule“ Übungshefte für Kinder und Eltern, um den Schulweg für Kinder sicherer zu machen. Die ersten Hefte in diesem Jahr verteilte Landrat Sebastian Schuster am Dienstag im Kreishaus an die Vorschulkinder der Lohmarer Kindertagesstätte Scheiderhöhe und gab damit den Startschuss zum Üben.

„Das ist eine Aktion, die fast schon Tradition hat“, sagte Schuster. „Der Rhein-Sieg-Kreis unterstützt das gerne. Die Sicherheit unserer kleinsten Verkehrsteilnehmer liegt uns sehr am Herzen“. Seit 2012 wird das Projekt in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Ein Leitfaden und ein Übungsheft sollen Eltern und Kindern beim Üben des Schulwegs helfen, von der Auswahl des sichersten Wegs bis zur richtigen Kleidung bei Dunkelheit.

„Da steht alles Wichtige drin. Ihr müsst fleißig lesen, malen und üben. Das sind Fähigkeiten, die ihr ein ganzes Leben lang braucht“, betonte Benno Reich von der Verkehrswacht des Kreises. Rund 105.000 Kinder bundesweit haben laut Kreis jährlich einen Unfall auf dem Schulweg, 23 davon seien im vergangenen Jahr ums Leben gekommen.

4500 Hefte solle an die Kinder verteilt werden

4500 Hefte sollen kostenlos an die Kinder in den 19 Städten und Gemeinden des Kreises verteilt werden. Finanziert wird das Projekt von der Verkehrswacht und zwei Unternehmen aus Lohmar. „Versprecht mir alle, mit euren Eltern zu üben“, sagte Reich zu den Vorschulkindern im Kreishaus. Doch nicht nur Eltern sind gefragt, auch die Erzieher in in den Kindergärten können mit Spielen und Übungen auf die Gefahren im Straßenverkehr vorbereiten.

Laut Thomas Moss, Projektleiter im Verkehrswacht Medien- und Service-Center, geht es auch darum, den Kindern den Fußweg näherzubringen. „Wir wollen Eltern motivieren, die Kinder wieder zu Fuß gehen zu lassen“, sagte Moss. Oft werde der Schulweg mit dem Auto zurückgelegt, sodass sich vor den Schulen der Verkehr staut. Das wolle man abbauen, führte Moss aus. „Ihr lernt etwas, habt frische Luft und umweltschützend ist es auch“, sagte er zu den Kindern, die aufgeregt in gelben Warnwesten ihre Übungshefte entgegennahmen. Wer sich bis zur letzten Seite des Übungshefts durcharbeitet, kann sogar seine eigene Urkunde unterschreiben.

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