Auftritt in der Rhein-Sieg-Halle in Siegburg: Das erwartet die Besucher von Eloy de Jongs Konzert

Auftritt in der Rhein-Sieg-Halle in Siegburg : Das erwartet die Besucher von Eloy de Jongs Konzert

In den 90er Jahren war er Teil der deutsch-niederländischen Boygroup "Caught in the Act". Seit 2004 startet Eloy de Jong alleine durch. Über die Träume seiner Kindheit, die Zeit in der Boygroup und das Comeback sprach Eloy de Jong im Vorfeld seines Konzerts in der Rhein-Sieg-Halle mit Susanne Haase-Mühlbauer.

Mit 20 Jahren waren Sie Mitglied der Boygroup "Caught in the Act". Wovon haben Sie damals geträumt?

Eloy de Jong: Schon mit zehn Jahren habe ich auf einer Geburtstagsparty einer Tante gesagt, dass ich mal in einer Boygroup singen möchte. "New Kids on the block" waren damals berühmt. Die fand ich toll und ich sagte mir: "Wow, das muss cool sein." Aber niemals hätte ich gedacht, dass dieser Traum tatsächlich wahr wird.

Eloy Francois Maurice Gilbert Charles Prosper de Jong - in Ihren eigentlichen Vornamen klingt jede Menge Musik mit. War das ein Wiegenwunsch Ihrer Eltern? Bekamen Sie schon früh Musik-Unterricht?

De Jong: Nein, ich wünschte, es wäre so gewesen, aber das ist eine andere Geschichte. Ich habe aber schon mit sechs Jahren Tanzunterricht erhalten. Das kam mir später zugute. Zu einer echten Boygroup gehört das Tanzen genauso wie das Singen unbedingt dazu. Und das brauche ich heute noch immer. Ich bin mit vier Backing-Tänzern und mit vier Backing-Sängern unterwegs. Da muss die Show stimmen.

Ihr aktuelles Album bildet ja den Hauptteil Ihres Siegburger Programms. Wer hat die Musik produziert?

De Jong: Meine Lieder stammen von mehreren Textern. Beim aktuellen Album "Kopf aus - Herz an" ist es hauptsächlich Christian Geller, der dieses Album auch produziert hat. Das Album beschäftigt sich mit meinem Leben. Wir haben lange zusammen gesessen, viel geredet, und so hat jeder Song etwas ganz Persönliches von mir und meinem Leben.

Zum Beispiel?

De Jong: "An deiner Seite" ist ein Lied, das ich meiner achtjährigen Tochter Indy gewidmet habe. Sie ist ein wichtiges Kapitel meines Lebens. "Egal, was andere sagen" habe ich meinem verstorbenen Ex-Freund Stephen Gately gewidmet. Da ich mein Leben besinge, empfinde ich es als ein riesiges Kompliment meiner Fans, dass dieses Album nun Nr. 1 ist und schon Platin erreicht hat.

Was hat sich in ihrem Leben geändert gegenüber den Anfangstagen der Karriere?

De Jong: Ich bin erwachsen geworden. Den Traum vom Erfolg hatte ich damals wie heute. Aber es gab viele Höhen und Tiefen. Eines hat sich nicht verändert: Ich bin immer noch der gleiche Mensch geblieben.

Sie haben ja nicht nur Musik gemacht. Man konnte Sie auch beim Promi Dinner erleben und auch im Promi-Big-Brother-Haus beobachten. Warum haben Sie dort mitgemacht?

De Jong: Weil es eine Chance war, zu zeigen, wer ich wirklich bin, welcher Mensch hinter dem Sänger steckt. Und dafür war Big Brother sehr hilfreich für mich.

Als Sie sich in den 90ern als Homosexueller outeten, gehörte eine Menge Mut dazu. Ist das vergleichbar mit dem Mut, heute in einer Co-Elternschaft mit einer Tochter, zwei Vätern und einer Mutter zu leben?

De Jong: Nein, das wird von unserem Umfeld super reflektiert. Es ist auch nicht unterschiedlich zu allen anderen Familien, bei denen die Harmonie da ist. Der Respekt und die Liebe gegenüber dem Kind sind uns wichtig. Und wer damit Probleme hat, dem zeigen wir gerne, wie das bei uns funktioniert.

Schlager sind ja auch immer ein Stück Sehnsucht nach der heilen Welt. Wie sieht das denn Ihre Fan-Gruppe?

De Jong: Das ist ganz bunt gemischt. Männer und Frauen sind dabei und stimmen mir zu, genauso wie Jung und Alt. Viele sind mitgewachsen, mit "Caught in the Act" aus den 90ern heraus. Die Zwölfjährigen von damals sind inzwischen selber Mütter und Väter, und sie kommen jetzt mit ihren Kindern und mit ihren Müttern. Ich freue mich, wenn selbst die 85-jährige Oma den Text mitsingen kann und wenn sie alle Freude haben an meiner Musik und an meinen Geschichten.

Wie kam es zu dem Duett mit Marianne Rosenberg?

De Jong: Ja! Marianne Rosenberg war ganz oben auf meiner Wunschliste. Ich wollte sehr gerne mit ihr zusammensingen, und sie hat Ja gesagt, als ich sie vergangenes Jahr fragte. Das bedeutet mir viel. Ich bin sehr stolz, ihr Lied "Liebe kann so wehtun" als Duett auf meinem Album zu haben. Sie ist eine echte Schlager-Legende.

Singen Sie auch alte CitA-Songs?

De Jong: Es kommen Titel vom neuen Album. Und ja, natürlich erwarten meine Fans auch alte Songs, die ich in einem eigenen Block den Legenden widme. Und es kommen auch neue Lieder, die wir für das nächste Album planen. Der ganze Abend ist mit viel Tanz und Musik eine große Mischung. Es wird eine Zeitreise nach vorne und nach hinten.

Eloy de Jong tritt am Mittwoch, 16. Oktober, ab 20 Uhr in der Rhein-Sieg-Halle in Siegburg auf. Karten zum Preis von 41,90 Euro bis 69,90 Euro unter 02405/40860.

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