Güteraufkommen und Lärmschutz: CDU hat Fragen zum Ausbau der Siegstrecke

Güteraufkommen und Lärmschutz : CDU hat Fragen zum Ausbau der Siegstrecke

Es gibt noch Redebedarf. Die Kreistagsfraktion der CDU hat die Studie des Bundes, nach der künftig mehr Güterverkehr über die Siegstrecke fahren könnte, durchgearbeitet.

Und dabei sind Fragen offen geblieben. Daher fragt die Fraktion nun bei der Kreisverwaltung nach mehr Details zum möglichen Ausbau der Strecke und zu dessen Folgen. Unterdessen haben die Kreistagsabgeordneten von FUW-Piraten und Die Linke sich für einen Ausbau bei durchgängigem Schallschutz ausgesprochen.

Wie berichtet, kommt das vom Bund in Auftrag gegebene Gutachten zu dem Schluss, dass eine Ruhr-Rhein-Siegstrecke das stark mit Güterverkehr belastete Rheintal entlasten könnte. Es schlägt daher vor, die Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Siegen mittelfristig durchgehend zweigleisig auszubauen. Ein dann erforderlicher Schallschutz ist auch vorgesehen.

"Die Furcht vor einem Ausbau sitzt tief bei vielen Anwohnern", berichten die CDU-Kreistagsabgeordneten aus dem Siegtal. Daher sagen Andreas Sonntag (Eitorf), Björn Franken (Ruppichteroth/Windeck), Martin Schenkelberg, Hans-Peter Höhner und Renate Becker-Steinhauer (alle Hennef): "Wir wollen wissen, mit welchem Güterverkehrsaufkommen wir bei einem Ausbau rechnen müssen und wie die Auswirkungen beim Lärmschutz und den Bahnübergängen abgefedert werden sollen." Die Kreisverwaltung solle Informationen zu Lärmschutz, Beteiligungsmöglichkeiten, Kosten-Nutzen-Relation, Alternativen und nach Auswirkungen auf den Tourismus beim Bundesverkehrsministerium einholen.

Das Bündnis aus FUW, Piraten und Linken im Kreistag sieht im zweigleisigen Ausbau der Siegstrecke eine Verbesserung für den Personennahverkehr - und damit eine mögliche Entlastung der Straßen. "Anstatt auf leicht durchschaubaren Populismus setzen wir uns bei diesem Thema für eine ergebnisoffene Diskussion mit den Bürgern ein", sagt der Linken Kreistagsabgeordnete Frank Kemper und gibt zu überlegen: "Warum sollte am Ende nicht für alle etwas Positives erreicht werden, und zwar ein effektiver und durchgängiger Lärmschutz bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Verkehrsanbindung."

Kommentare zur Korridorstudie Mittelrhein bis Mitte Mai an E-Mail: Mittelrheinstudie@bmvi.bund.de