Für eine bessere Welt

Stadt Siegburg startet soziokulturelles Projekt

Den „Himmel auf Erden“ stellen Dominik Breuer (v.l.), Franz Huhn, Mario el Toro und Frank Baake vor.

Den „Himmel auf Erden“ stellen Dominik Breuer (v.l.), Franz Huhn, Mario el Toro und Frank Baake vor.

Siegburg. Mit dem Kulturprojekt „Himmel auf Erden“ sollen junge Siegburger das Rüstzeug für einen wirkungsvollen Einsatz für ihre Zukunftsvisionen an die Hand bekommen. Veranstaltungen im Stadtmuseum und der Rhein-Sieg-Halle.

Es gibt sie doch. Die Menschen, die die Welt zu einem besseren Ort machen. Und sie sind in der Überzahl. Das versichert zumindest Dominik Breuer. Zusammen mit seinen Kollegen vom Brachland-Ensemble ist er losgezogen, um eben solche Menschen zu suchen. Gefunden haben sie eine Vielzahl „praktischer Possibilisten“, wie sie sie nennen. Einige dieser Menschen, die sich eines Problem angenommen und es schließlich gelöst haben, stellen sie am Sonntag, 30. Juni, im Siegburger Stadtmuseum vor. Mit ihrem Gastspiel „Revolution – Alles wird gut“ gestalten sie den Auftakt des neuen Siegburger Kulturprojekts „Himmel auf Erden.“

Wer genau hingesehen hat, hat in den zurückliegenden Tagen auch in der Siegburger Innenstadt Kinder und Jugendliche entdeckt, die sich ansatzweise als Problemlöser versucht haben. Ermutigt durch Dominik Breuer und seine Kollegen. Sie bieten jungen Siegburgern seit Anfang Juni Workshops an, um ihnen so das Rüstzeug für einen wirkungsvollen Einsatz für ihre Zukunftsvisionen an die Hand zu geben. Auch das ist Teil des neuen soziokulturellen Projekts der Stadt, das die 2015 gestartete Reihe „angekommen“ ablöst.

„Die Welt ist besser als sie beschrieben wird“, sagt Bürgermeister Franz Huhn, daher sei mehr Zukunftszuversicht angebracht. „Im Moment gibt es eine große Bewegung“, sagt er mit Blick auf die „Fridays for Future“. „Die wollen wir mit unserem Projekt aufgreifen“, erklärt Frank Baake, Leiter des Stadtbetriebe-Fachbereichs Theater und Kulturprojekte. Dessen Name passe unmittelbar zur Kreisstadt, die durch die Dualität zwischen sakralem Leben auf ihrem Berg und profanem Leben in der Stadt geprägt sei.

Bewusst steht die Arbeit mit Jugendlichen am Anfang. „Wir wollen sie mit Wissen ausstatten und ihnen zeigen, wie sie über ihr Engagement nicht nur Protest-, sondern auch Lösungskompetenz entwickeln“, so Baake. Es gehe darum, Teil der Lösung zu werden. „Wir helfen ihnen, ihre eigenen Potenziale zu entdecken“, sagt Breuer, der sich vor allem als Impulsgeber versteht. Denn jeder Einzelne könne im Kleinen die Welt ein Stück verbessern.

Um die Frage, wie wir die Welt positiv beeinflussen können, geht es auch am Donnerstag, 4. Juli, bei „Poets für Future“ in der Rhein-Sieg-Halle. Ob Künstler oder Zuschauer, alle sitzen gemeinsam auf der Bühne und damit im Mittelpunkt. „Es wird inspirierende und mutmachende Texte geben“, verspricht Moderator Mario el Toro. Und viele positive Momente, die motivieren.

Das Brachland-Ensemble zeigt am Sonntag, 30. Juni, ab 19 Uhr im Siegburger Stadtmuseum sein Stück „Revolution – Alles wird gut“. Der Eintritt ist frei. „Poets for Future“ heißt es am Donnerstag, 4. Juli, ab 19.30 Uhr in der Siegburger Rhein-Sieg-Halle. Der Eintritt kostet acht, ermäßigt fünf Euro.