Brandursache ist noch unklar

Schlosserei auf der Siegburger Zange ausgebrannt

Siegburg . In der Nacht auf Samstag mussten 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr zu einem Feuer in einer Schlosserei im Siegburger Stadtteil Zange ausrücken. Die Ermittlungen über die Brandursache laufen.

Es war am Samstag gegen 2.40 Uhr, als Anwohner der Katharinenstraße im Siegburger Stadtteil Zange von ungewöhnlichen Geräuschen geweckt wurden. Die Nachschau ergab, dass das Knistern vom Brand eines gewerblich genutzten Gebäudes herrührte. Die Hitzeentwicklung hatte dazu geführt, dass Gasflaschen lautstark abgeblasen hatten.

Bei Eintreffen der alarmierten Feuerwehr stand der Dachstuhl des gut 20 Meter langen Gebäudes, das die Schlosserei eines Heizungs- und Sanitärbetriebs beinhaltet, im Vollbrand. Die Alarmstufe wurde heraufgesetzt, sodass schließlich 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr Siegburg in die Brandbekämpfung eingebunden waren.

Die Wehrleute gingen von mehreren Seiten des Gebäudes, auch von einem Nachbargrundstück aus, gegen die Flammen vor. Der Teleskopmast der Feuerwehr mußte rückwärts durch eine enge Toreinfahrt rangiert werden, um nah genug an den im rückwärtigen Bereich zweier Stadtvillen gelegenen Brandherd zu gelangen.

Parallel zu den Löscharbeiten wurden mehrere Acetylen-, Propangas- und Sauerstoffflaschen aus der Schlosserei geborgen und zur Kühlung in ein Wasserbad gelegt. Nach rund einer Stunde konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Das Erdgeschoss und das Obergeschoss des Gebäudes waren komplett ausgebrannt, die verkohlten Balken des Dachstuhls ragten in den Nachthimmel.

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Brandes auf einen 50 Meter langen flachen Anbau der Schlosserei verhindern. Auch die nur wenige Meter entfernt stehende historische Stadtvilla, die aus der Zeit der Jahrhundertwende stammen soll, blieb nach Aussage einer Bewohnerin unbeschadet. „Wir haben einen Riesenglück und einen Schutzengel gehabt. Uns ist nichts passiert und unser Haus nicht betroffen“, so die Bewohnerin. Der Betrieb könne auch weitergeführt werden, obwohl die Werkstatt komplett zerstört sei. Ihr Vater habe bis zum Eintreffen der Feuerwehr von einem Balkon aus mit einem Gartenschlauch versucht, das Feuer daran zu hindern, auf das Wohnhaus überzugreifen.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit ebenso unklar wie die Brandursache. Deren Ermittlung obliegt bei Gebäudebränden Experten der Kriminalpolizei. Die Feuerwehr war noch bis in die frühen Morgenstunden mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.