Verkehrsproblem am Krankenhaus

Ausweg aus dem Verkehrschaos an Siegburger Hospital

Verkehrsproblem am Krankenhaus: Anwohner fordern, dass der Poller in der Ringstraße verschwinden soll.

Verkehrsproblem am Krankenhaus: Anwohner fordern, dass der Poller in der Ringstraße verschwinden soll.

Siegburg. Dass der Verkehr rund um das Siegburger Helios Klinikum mehr als angespannt ist, ist nicht neu. Anwohner fordern deshalb Öffnung des Pollers an der Ringstraße. Stadt startet Probephase.

Da hält ein Taxi, um einen Patienten der Dialysepraxis aussteigen zu lassen, ein Stück weiter wartet ein Krankentransportwagen auf einen Krankenhauspatienten, und wenn dann auch noch ein Lieferant seinen Wagen an der Humperdinckstraße stoppt oder ein Ortsunkundiger sein Auto in der Sackgasse wenden muss, ist das Chaos perfekt – und der Verkehr kommt nicht selten zum Erliegen. Szenarien wie diese beobachten Ursula Spilles-Beck und Christian Spilles rund um das Sieburger Helios Klinikum täglich. Daher fordern die betroffenen Anwohner, dass der Poller, der das Viertel an der Ringstraße zu einer Sackgasse macht, dauerhaft entfernt wird.

Irreführende Beschilderungen, Lieferverkehr, Krankentransporte, Parkplatzsuche: Das tägliche Verkehrschaos hat für Christian Spilles mehrere Gründe. „Fast jedes dritte Auto wendet vor der Zufahrt zur Ambulanz“, hat er beobachtet. Und er fürchtet, dass sich die Situation noch erheblich verschlechtert, wenn die von der Stadt geplante neue Zufahrt von der Ringstraße hin zum Allianz-Parkplatz kommt.

Lösung wurde um Ausschuss präsentiert

Wie berichtet, möchte die Stadt den Verkehr vor dem Kaufhof aus der Fußgängerzone holen. Statt über die Kaiserstraße sollen Autofahrer künftig über Humperdinck- und Ringstraße zur Burggasse gelangen. Was aber wiederum noch einmal mehr Verkehr für die ohnehin schon stark belasteten Straßen bedeuten wird, wie die von der Stadt mit Verkehrszählungen beauftragte Ingenieursgruppe IVV Mitte Februar im Planungsausschuss bestätigt hat.

Dort präsentierten die Fachleute der Politik aber auch eine Lösung für das Problem. In ihrem Konzept schlagen sie vor, die Humperdinckstraße zu einer Einbahnstraße zu machen und dafür den in den 1990er Jahren an der Ringstraße eingerichteten Poller wieder zu öffnen. Dann käme der Verkehr aus Richtung Friedrich-Ebert- und Humperdinckstraße hinein ins Viertel – und flösse über Ringstraße, Friedensplatz und Elisabethstraße ab.

Eine Lösung, die die Eheleute Spilles begrüßen. Das solle aber schon jetzt geschehen und nicht erst nach dem Bau der neuen Zufahrt, fordern sie.

Zumindest probehalber wird die Stadt den Wunsch der Anwohner schon in Kürze erfüllen. „Wir wollen mit dem Beginn der Bauarbeiten an der Rhein-Sieg-Halle eine Probephase starten und den Poller senken“, berichtet die Technische Beigeordnete Barbara Guckelsberger auf Nachfrage. Das Verkehrsproblem rund um das Krankenhaus sei der Stadt bekannt. Mit der Einrichtung von Stellplätzen für Krankentransporte habe man 2016 schon einmal versucht, die Situation zu entzerren. Guckelsberger hofft, dass die Pollersenkung dazu noch mehr beiträgt.