Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefahl: 36-Jähriger soll Ehefrau in Siegburg ermordet haben

Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefahl : 36-Jähriger soll Ehefrau in Siegburg ermordet haben

Im Fall der getöteten 27-Jährigen aus Siegburg hat ein Richter Haftbefehl gegen den tatverdächtigen Ehemann beantragt. Der Mann hat nach Ansicht der Bonner Staatsanwaltschaft seine Ehefrau ermordet.

„Der Verdächtige hat in der Vernehmung eingeräumt, seine Frau getötet zu haben“, sagte Oberstaatsanwalt Robin Faßbender. Das Ehepaar war am frühen Sonntagmorgen in seiner Wohnung an der Kaiserstraße in Streit geraten. Was zunächst als verbaler Streit begann, eskalierte jedoch zunehmend. Dabei habe der 36-jährige Ehemann nach eigener Aussage die 27-Jährige geschlagen. „Weil er nicht wegen Körperverletzung in Haft geraten, seine Tat also vertuschen wollte, hat er sich dann entschlossen, seine Frau zu töten“, so Faßbender weiter.

Schließlich hat der Mann laut Angaben der Bonner Polizei mehrmals auf die 27-Jährige eingestochen. Die 27-Jährige wurde dabei so sehr verletzt, dass sie starb. Die Beamten stellten in der Wohnung ein Messer sicher, das als Tatwaffe in Frage kommt. Die Polizisten konnten den Verdächtigen noch in der Wohnung festnehmen. Er selbst verständigte zuvor die Polizei.

Ob der Mann, der in einem Siegburger Lokal als Küchenhilfe arbeitete, während der Tatausführung alkoholisiert war oder unter Drogeneinfluss stand, ist noch nicht klar. Die Untersuchungen seien dahingehend noch nicht abgeschlossen, so Faßbender. Die Ermittlungen der Mordkommission unter Leitung von Reinhold Jordan dauern an.

Man könne sich überhaupt nicht vorstellen, dass er so eine Tat begehe, sagte ein Kollege dem GA. Bei der Arbeit galt er als korrekt und zuverlässig. Der Leichnam der 27-jährigen Frau wurde am Sonntagmittag von einem Bestatter abgeholt und der Gerichtsmedizin in Bonn übergeben. Die Wohnung wurde von den Beamten der Mordkommission versiegelt.