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Kommentar zum Biomüll: 3400 Tonnen Müll im Bio

Kommentar zum Biomüll : 3400 Tonnen Müll im Bio

Die RSAG scannt den Biomüll, um Abfälle aufzuspüren, die da nicht hineingehören. Eine Investition von 60.000 Euro pro Müllfahrzeug dafür mag hoch klingen, ist aber eine Investition in unsere ökologische Zukunft und unsere Gesundheit, meint Dylan Cem Akalin.

Wer einmal gesehen hat, wie Biomüll per Hand von anderen Abfällen sortiert wird, der wirft nie wieder seinen Joghurtbecher oder die leere Tomatendose in den Biomüll. Das gilt übrigens auch für die Papiertonne. Gebrauchte Tempo-Taschentücher gehören da nicht rein.

Dies gebietet also schon mal der Respekt vor den Menschen, die in dieser Branche arbeiten, und den Müll ordentlich sortieren. Gerade beim Bioabfall sollte es doch möglich sein, wirklich nur kompostierbares Material da reinzuwerfen.

Einerseits ist eine Fehlerquote von vier Prozent ein gutes Ergebnis. Wenn man das aber umrechnet, sind es jährlich immer noch 3400 Tonnen Müll, die nichts mit Bio zu tun haben. Und die müssen umständlich herausgepickt und anschließend entsorgt werden. In der Regel werden sie verbrannt.

Eine Investition von 60 000 Euro pro Fahrzeug mag hoch klingen. Aber es sind nur zwei, die an wechselnden Bezirken zum Einsatz kommen. Man geht davon aus, dass das insgesamt eine abschreckende Wirkung hat. Außerdem ist das eine Investition in unsere ökologische Zukunft und unsere Gesundheit. Denn das Gros des durch Biomüll gewonnenen Kompostes geht in die Landwirtschaft.

Der Rhein-Sieg-Kreis geht schon seit 1995 den Weg, Haushalte zu verpflichten, bei der Mülltrennung auch Bioabfälle zu sortieren. In Bonn ist das freiwillig – was auch nicht mehr zeitgemäß ist. Ach ja: Der Biomüll aus Bonn wird übrigens nicht gescannt.