Rettungseinsatz am Siegburger Michaelsberg: 18-Jährige unter Baum eingeklemmt

Rettungseinsatz am Siegburger Michaelsberg : 18-Jährige unter Baum eingeklemmt

Ungewöhnlicher Einsatz für die Feuerwehr in Siegburg: Vier junge Erwachsene waren in einen abgesperrten Bereich auf den Michaelsberg geklettert. Eine 18-Jährige stürzte und wurde unter einem Baum eingeklemmt.

In einem eher ungewöhnlichen Einsatz hat die Feuerwehr am Dienstagabend eine junge Frau am Michaelsberg gerettet. Mit drei weiteren jungen Erwachsenen war die 18-Jährige in einem Bereich geklettert, der derzeit wegen Baumfällarbeiten gesperrt ist. Dabei stürzte sie und wurde verletzt unter einem Baum eingeklemmt. Die Frage, was die Gruppe dazu bewog, bei Dunkelheit in dem stark abschüssigen Gelände herumzuklettern, stellten sich auch die gegen 20.13 Uhr alarmierten Einsatzkräfte.

Am Unglücksort, der an der dem Kleiberg zugewandten Seite des Michaelsbergs liegt, wurden die Wehrleute von den Begleitern der jungen Frau in Empfang genommen. Sie führten die Wehrleute zu der 18-Jährigen, die oberhalb eines provisorische Weges unter der Astgabel des massiven Baumes eingeklemmt war.

"Die junge Frau war auf losem Astwerk ins Rutschen geraten und dann unter diesen Baum gerutscht", berichtete Wehrführer Thomas Glatz an Ort und Stelle.

Einige der insgesamt 35 Wehrleute arbeiteten sich, mit einer Kettensäge sowie einer Fuchsschwanz-Säge ausgestattet, schließlich zu ihr vor. Die schwere Astgabel, die nach Auskunft der Feuerwehr einen Durchmesser von etwa zehn Zentimetern hatte, konnten sie so vom Rest des schwerem Baumes (etwa 30 Zentimeter Durchmesser) lösen.

Mit Hilfe einer Schleifkorbtrage, die laut Glatz sonst eher im Bergbau zum Einsatz kommt, übergaben die Wehrleute die 18-Jährige schließlich dem Rettungsdienst. Der behandelte die junge Frau und brachte sie anschließend in ein Krankenhaus. Wie Glatz am Einsatzort sagte, sei sie "mittelschwer verletzt". Neben Schürfwunden und Prellungen, die die junge Frau erlitt, habe ihr die Aktion auch psychisch zugesetzt, so die Einsatzkräfte.

Nach Angaben der Feuerwehr hat es einen vergleichbaren Einsatz bisher in Siegburg nicht gegeben. "Eine Rettung unter diesen Bedingungen ist natürlich nicht ganz einfach", sagte Glatz. Die Stadt soll nun entscheiden, ob eventuell weitere Absperrmaßnahmen am Michaelsberg erforderlich sind.