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Ausstellung: 15 Jahre Landrat - Gastgeschenke aus Frithjof Kühn

Ausstellung : 15 Jahre Landrat - Gastgeschenke aus Frithjof Kühn

Im Foyer der Kreisverwaltung am Siegburger Kaiser-Wilhelm-Platz findet derzeit eine Präsentation "in eigener Sache" statt. Gezeigt wird noch bis zum 26. Juni eine Auswahl besonderer Geschenke, die Landrat Frithjof Kühn in den vergangenen 15 Jahren zu verschiedenen Anlässen überreicht wurden.

Kühn eröffnete jetzt diese sehr persönliche Ausstellung, die er in seiner Rede "Zeugnis vieler wertvoller Begegnungen mit engagierten Bürgern, Vereinen, Institutionen und Gästen aus dem In- und Ausland" nannte.

Unter den Besuchern war auch der langjährige ehrenamtliche Landrat Franz Möller, der in seiner Amtszeit ebenfalls viel Nützliches und Unnützes, aber auch Skurriles erhalten hat. Kühn erinnerte sich auch an Rituale, bei denen er die einzelnen Stücke in Empfang nahm und eigene Geschenke überreichte - beispielsweise während einer offiziellen Reise nach Curitiba in Brasilien.

Als er das erste Präsent der Gastgeberdelegation bekommen hatte, revanchierte er sich mit einem eigenen. Daraufhin erhielt er ein zweites, das er ebenfalls erwiderte. "Da stand es 2:2", sagte Kühn mit einem Lächeln. "Bei 4:4 war Ende", so der Landrat weiter. "Nachdem ich Wandteller, Siegburger Tonkrug, Krawattennadel und Münze übergeben hatte, war Schluss bei mir. Ich hatte nichts mehr zu bieten." Das sei auch gut so gewesen, weil der Gastgeber als solcher natürlich immer "eins voraus sein" wollte.

[kein Linktext vorhanden]Im Kreishaus können viele Dinge bewundert werden, die ein Schmunzeln hervorrufen. Und andere, die laut Kühn "mit viel Liebe selbst hergestellt wurden" - etwa ein Aquarellbild, das Kinder der kreiseigenen Schule in Bröl dem Landrat zum 60. Geburtstag gemalt haben. Eins der individuellsten Geschenke ist das Buch von Extremsportler Joey Kelly, der in 17 Tagen von Wilhelmshaven bis zur 2962 Meter hohen Zugspitze lief und sich nur davon ernährte, was er am Wegesrand fand.

Kreisarchivarin Claudia Arndt hat den repräsentativen Querschnitt der Mitbringsel zusammengestellt, die in der "Schreckenskammer" des Kreishauses gelagert werden. Der Ausdruck stamme nicht von ihr, betonte Arndt bei einer kurzen Einführung in die Schau, sondern sei gängiger Begriff für das Archiv der Bundesregierung, weil auch dort einige Grausamkeiten aufbewahrt würden - unter anderem ein Roboterhund, den ein asiatischer Gast gerne verschenkt habe. Der Hund spielt die Nationalhymne, wenn man ihn streichelt, verriet die Archivarin.