Wohnpark Niederpleis: Zusammenhalt im Sankt Augustiner Wohnquartier stärken

Wohnpark Niederpleis : Zusammenhalt im Sankt Augustiner Wohnquartier stärken

Familienzentrum Wacholderweg und Förderverein organisieren ein Nachbarschaftsfest im Wohnpark Niederpleis. Rund 70 Familien feiern zusammen.

Nachbarn verstehen sich auch schon mal nicht. Doch die Anwohner des Wohnparks Niederpleis bewiesen genau das Gegenteil. Beim traditionellen Wohnparkfest ging es den Anwohnern vor allem darum, „das Quartier zu stärken und die Nachbarschaft zusammenzubringen“, betonte Ute Braun vom Verein zur Förderung der städtischen Jugendeinrichtungen in Sankt Augustin.

Seit 2013 organisiert der Verein gemeinsam mit dem städtischen Familienzentrum Wacholderweg das Fest für Kinder und Familien, die in den neun Hochhäusern rund um den Wohnpark wohnen oder in den anliegenden Geschäften arbeiten. „Mittlerweile hat sich das Fest als unser Viertelfest etabliert und ist wirklich schön gewachsen“, freut sich Susanne Katzki von der städtischen Kita Wacholderweg. Wie viele Menschen am Fest teilgenommen haben, sei schwer zu beziffern, doch gehen die Veranstalterinnen von bis zu 70 Familien aus.

„Ich bin jedes Jahr bei dem Fest und finde, dass vor allem die Gestaltung der Trommeln Spaß macht. Dieses Jahr haben meine Freundinnen und ich uns sogar einen Tanz ausgedacht“, erzählte die achtjährige Marwa.

Ein Kampf gegen die Anonymisierung

Denn Angebote für Kinder gab es genug: Aus Blumentöpfen konnten sie Trommeln basteln und diese beim Mitmach-Programm eines professionellen Trommlers gleich ausprobieren. Für ausreichend Speisen und Getränke hatten die Kinder der Kita Wacholderweg und des Vereins schon im Voraus gesorgt. Einige Anwohner steuerten auch noch etwas hinzu.

Dabei gab es auch Speisen aus den unterschiedlichen Ländern, wie zum Beispiel Couscous aus Marokko. Anwohnerin Najia Mohallik gefällt vor allem dieser Aspekt des Festes besonders: „Das Multikulturelle ist einfach sehr schön. Man trifft hier immer alle Nachbarn, lernt sich besser kennen und kann sich gegenseitig helfen.“

Die in den 1970er Jahren entstandenen Hochhäuser bringen viele Menschen auf einem Fleck zusammen, weshalb es dem Verein zur Förderung der städtischen Jugendeinrichtung in Sankt Augustin und der Kita Wacholderweg wichtig war, ein gemeinsames Fest zu organisieren: „Wir wollen die Anonymisierung aufbrechen und den Zusammenhalt in der Wohnanlage stärken“, so Braun.