Asklepios-Klinik in Sankt Augustin: Wie sieht die Zukunft der Kinderklinik aus?

Asklepios-Klinik in Sankt Augustin : Wie sieht die Zukunft der Kinderklinik aus?

Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, war am Dienstag beim Asklepios-Konzern, um über die Zukunft der von Schließung bedrohten Kinderklinik in Sankt Augustin zu sprechen. Für Anfang August ist ein weiterer Termin angesetzt.

In Hamburg sind am Dienstag die Gespräche über die Zukunft der von Schließung bedrohten Kinderklinik in Sankt Augustin weitergegangen. Landrat Sebastian Schuster war zu Gast beim Asklepios-Konzern in Hamburg. Am Ende gab es eine gemeinsame Pressemitteilung, aber keine konkreten Ergebnisse. In einem „sehr konstruktiven Gespräch“ hätten Schuster, Kreisgesundheitsdezernent Dieter Schmitz, Asklepios-Chef Kai Hankeln und Regionalgeschäftsführer Klaus Schmolling die aktuelle Situation der Kinderklinik und des Deutschen Kinderherzzentrums erörtert.

Asklepios hat beim Land NRW Fördermittel aus dem Strukturfonds des Bundes zur Schließung des Klinikstandorts oder alternativ Fördermittel zur Schließung der Kinderherzchirurgie und Kinderkardiologie beantragt, dann mit einem „Sicherstellungszuschlag“ für den verbleibenden Krankenhausbetrieb.

Zusicherung von gegenseitiger Unterstützung

„Im Vordergrund der heutigen Gespräche stand, eine tragfähige Lösung für die aktuelle Problematik der Klinik zu finden“, heißt es in der Pressemitteilung. Asklepios und der Landrat hätten sich gegenseitige Unterstützung bei den kommenden Gesprächen insbesondere mit der Landesregierung zugesichert. „Es wurden verschiedene Lösungsvarianten diskutiert, über deren konkrete Inhalte zwischen den Gesprächspartnern jedoch Stillschweigen vereinbart wurde“, teilten die Beteiligten im Anschluss mit.

„Wir sind dankbar für das Verständnis und die Bereitschaft des Landrates, uns auf der Suche nach einer Zukunft für die Kinderklinik Sankt Augustin zu unterstützen. Landrat Schuster hat gezeigt, dass er sich in die für uns entstandene Problematik tief eingearbeitet hat. Wir hoffen, dass wir im Interesse der Kinder, Eltern und Beschäftigten der Kinderklinik gemeinsam einen Weg aus dieser für unser Haus sehr bedrohlichen Lage finden“, so Kai Hankeln, Vorstandsvorsitzender von Asklepios.

„Ich bin froh über den heutigen konstruktiven Austausch und hoffe, dass wir nach unserem nächsten Gespräch klarer sehen werden. Oberstes Ziel muss eine bestmögliche kinderärztliche Versorgung in unserer Region sein – dafür mache ich mich stark“, so Landrat Schuster. Für Anfang August ist ein weiteres Treffen geplant.

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