Drangvolle Enge: Viele Falschparker vor dem Freibad Sankt Augustin

Drangvolle Enge : Viele Falschparker vor dem Freibad Sankt Augustin

Es ist heiß und viele suchen eine Erfrischung im Freibad Sankt Augustin. Aber für die Schwimmer gibt es nur 200 reguläre Parkplätze. Die Stadt empfiehlt, mit Rad und Bus zu kommen.

Sonntagnachmittag bei bestem Sommerwetter – das sind ideale Bedingungen für alle Wasserratten, um ins kühle Nass des Freibads zu springen. Genau diese Idee hatten am vergangenen Sonntag rund 2000 Schwimmbadbesucher. Am Samstag zuvor waren es 1800 Besucher und am darauffolgenden Montag ungefähr 1700. „Das sind gute Werte, auch wenn unter absolut idealen Bedingungen schon bis zu 3000 Menschen im Schwimmbad waren“, sagt Stadtsprecherin Eva Stocksiefen. Was allerdings überhaupt nicht akzeptabel sei, seien die Parkgewohnheiten der Schwimmbadbesucher.

Es herrscht drangvolle Enge auf dem Schotterparkplatz gleich vor dem Freibad. Ob absolutes Halteverbot mit dem Hinweis darauf, dass abgeschleppt wird, oder Durchfahrtsverbote – all das wird ignoriert, damit das Auto so nah wie möglich am Eingang des Freibads platziert werden kann. Auch die schmale Zufahrt zum Freibad wird genutzt, um zu parken. Zu eng für Begegnungsverkehr und problematisch bei Rettungseinsätzen, urteilt Stocksiefen.

Man muss kein Rechenkünstler sein, um zu erkennen, dass bei 2000 Besuchern die 200 Parkplätze am Schwimmbad an Sommertagen sehr schnell belegt sind. Vor der Skateranlage 100 Meter weiter gibt es 30 Zusatzparkflächen – das war's. Weitere offizielle Parkmöglichkeiten rund um das Schwimmbad gebe es nicht, sagt Stocksiefen. Sie sehe angesichts dieser Tatsache nur eine Lösung, und das sei die Anreise per Fahrrad.

Gerade zum Schwimmbad komme man aus fast allen Ortsteilen der Stadt über wunderbare Rad- und Wirtschaftswege entlang der Heide aus Hangelar und Menden oder durch das Zentrum West aus Mülldorf und Niederpleis. „Viele Schwimmbadbesucher nutzen schon das Fahrrad, dennoch gibt es zu viele Menschen, die mit dem Auto anreisen und dann keinen Parkplatz finden“, sagt Stocksiefen. Und eines sei gewiss, so die Stadtsprechern, sie kämen nicht immer so glimpflich davon wie am vergangenen Sonntag.

„Das Ordnungsamt kontrolliert dort“, kündigt sie an. Und wenn Autos im absoluten Halteverbot stehen, werden Knöllchen verteilt, die 15 Euro kosten. Die Gefahr, dass sogar abgeschleppt werde, bestehe immer dann, wenn die Zufahrt für Feuerwehr oder Rettungsdienste versperrt sei. Dann werde der Badbesuch richtig teuer. Was bei einer Anreise mit Fahrrad oder per Bus verhindert werden kann.

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