Kommentar zur PTH: Unverhoffte Kehrtwende

Kommentar zur PTH : Unverhoffte Kehrtwende

Die Philosophisch-Theologische Hochschule der Steyler Missionare darf auch im Wintersemester 2018/19 Studenten im Magisterstudiengang Theologie aufnehmen. Damit wird ein Dekret vom Juni 2017 zurückgenommen.

Es sind gute Nachrichten, die sich fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ergeben haben. Dass die Philosophisch-Theologische Hochschule der Steyler Missionare weiter Studenten in ihrem Magisterstudiengang aufnehmen darf, ist eine kleine Sensation.

Noch allzu präsent ist die lange Zeit der Ungewissheit, wie und ob es mit der Hochschule weitergeht. Sie mündete im Juni 2017 in dem deutlichen Dekret, das das zukünftige Ende des Magisterstudiengangs in Sankt Augustin festschrieb – des Herzstücks der theologischen Hochschule.

Nun also die Kehrtwende, mit der wohl niemand gerechnet hatte. Das ist nicht nur erfreulich für die PTH, die sich mit Blick auf die Anmeldezahlen aus dem vergangenen Wintersemester überhaupt nicht verstecken muss. Ganz im Gegenteil. Und das, obwohl nach damaligem Stand klar war, dass der Studiengang auslaufen wird. Es ist auch ein schönes Signal für Sankt Augustin. Denn die Hochschule ist ein wichtiger Teil der Stadt, sie verleiht ihr – wie auch die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg – in der Außenwirkung besondere Bedeutung.

Bis Ende September 2022 hat die PTH nun Gewissheit. Dann steht die Reakkreditierung des Magisterstudiengangs an – ein weiteres richtungsweisendes Datum. Zurücklehnen kann sich in der Zwischenzeit jedoch niemand. Denn noch immer sind Fragen zur finanziellen und personellen Situation offen. Daran hat sich mit dem neuen Dekret leider nichts geändert.