Kitas in Sankt Augustin: So viel kostet die Reform des Kinderbildungsgesetzes die Stadt

Kitas in Sankt Augustin : So viel kostet die Reform des Kinderbildungsgesetzes die Stadt

Trotz vieler Zuschüsse wird es unterm Strich teurer für die Stadt Sankt Augustin, wenn die Reform des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) im kommenden Jahr umgesetzt wird. Voraussichtlich belaufen sich die Kosten auf 613.000 Euro.

Trotz vieler Zuschüsse wird es unterm Strich dennoch teurer für die Stadt, wenn die Reform des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) im kommenden Jahr umgesetzt wird. Die Fachbereichsleiterin für frühkindliche Bildung, Silke Lehrmann, erläuterte im jüngsten Jugendhilfeausschuss, was sich ändert.

Zusätzliche Kosten von rund 613.000 Euro im Jahr werden den ohnehin angespannten städtischen Haushalt dann belasten, rechnete Lehrmann vor. Dafür soll es für berufstätige Eltern leichter werden, Beruf und Erziehung zu vereinbaren. So sind die Öffnungszeiten der Kitas in Zukunft flexibler, es darf nicht mehr als 25 Schließtage im Jahr geben und die Kitas sollen vor sieben Uhr und nach 17 Uhr geöffnet haben. „Das bedeutet für uns, dass wir längerfristige strategische Planungen machen müssen“, sagte Lehrmann.

Als positiv wertete sie zum einen die Erhöhung der Landesmittel für die Familienzentren von derzeit 13.000 Euro auf dann 20.000 Euro im Jahr. Auch die Landesmittel für die Plus-Kitas, das sind Einrichtungen, die eine besondere Sprachförderung anbieten, werden landesweit von bisher 45 Millionen auf dann 100 Millionen Euro erhöht. Außerdem gebe es mehr Landeszuschüsse zur Ausbildung des Personals.

Gut für die Eltern: Die letzten beiden Kita-Jahre werden beitragsfrei sein. Die Änderungen im Kibiz treten zum 1. August 2020 in Kraft.