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Plätze im Zentrum der Stadt: Sankt Augustin will für mehr Barrierefreiheit sorgen

Plätze im Zentrum der Stadt : Sankt Augustin will für mehr Barrierefreiheit sorgen

Die Stadt Sankt Augustin will eine Reihe von Plätzen im Zentrum umgestalten - darunter der Platz vor dem Technischen Rathaus und der Schulhof des Rhein-Sieg-Gymnasiums. Erklärtes Ziel ist es, für mehr Barrierefreiheit zu sorgen.

Die Stadt Sankt Augustin geht mit dem nächsten Förderantrag ins Rennen, um die Aufenthaltsqualität im Zentrum zu verbessern. Bis spätestens Ende Februar wird die Verwaltung sich um Zuschüsse für die Umgestaltung der sogenannten Verteilerplätze bewerben. Darunter fällt der Weg von der Campus Magistrale zur Fußgängerbrücke, der Platz vor dem Technischen Rathaus sowie der Schulhof des Rhein-Sieg-Gymnasiums (RSG).

Sie sind Teil des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK), mit dem Sankt Augustin 2016 in das Stadterneuerungsprogramm der Landesregierung aufgenommen worden ist. Und sie benötigen laut Verwaltung dringend eine Aufwertung, denn die Mängel seien eindeutig: von der fehlenden Aufenthaltsqualität, über die schlechte Orientierung bis zum teilweise schadhaften Bodenbelag. Dazu hat die Stadt jüngst die Entwurfsplanung vorgelegt, der Rat sprach sich einstimmig dafür aus. Sie sieht folgende Elemente vor:

Verbindung Campus Magistrale und Mewasseret-Zion-Brücke: Breiter, barrierefrei und einheitlicher soll sich der Weg zwischen dem Gebäude des Rhein-Sieg-Gymnasiums und der Turnhalle präsentieren. So will die Stadt diese Ost-West-Achse künftig betonen. Sie soll den gleichen Bodenbelag erhalten, der auch für die Marktplatte vorgesehen ist.

Vorplatz Technisches Rathaus: Ebenfalls ein neues Pflaster sowie eine große Treppenanlage mit Sitzstufen ist vor dem Eingang des Technischen Rathauses vorgesehen. Darüber hinaus soll auch ein barrierefreier Zugang gewährleistet sein. Nicht geben wird es hingegen zwei Wasserfontänenstreifen. Die hatte die Verwaltung dort zunächst geplant, konnte die Politik damit aber nicht überzeugen – besonders nachdem aus Kostengründen bereits bei den neuen Plänen für den zentraleren Karl-Gatzweiler-Platz auf ein Fontänenfeld verzichtet worden war.

Schulhof des Rhein-Sieg-Gymnasiums: Zunächst soll an der Schule eine Multifunktionsfläche mit Kleinspielfeldern etwa für Fuß und Streetball entstehen. Rund herum sind Sitzstufen geplant, um den Höhenunterschied zum Weg Richtung Hochschule auszugleichen. Im Gespräch ist zudem ein Spielgerät für die jüngeren Schüler, beispielsweise ein Niedrigseilparcours. Durch die Grünfläche soll künftig eine direkte Verbindung zum Haupteingang des Gymnasiums führen, am Eingang werden Radstellplätze ergänzt. Wie auch die anderen Wege und Plätze wird der Schulhof zudem barrierefrei gestaltet und erhält einen neuen Boden.

Die Arbeiten sind laut Stadt in zwei Bauabschnitten vorgesehen. Erhält die Verwaltung die Förderzusage, sollen die ersten im Sommer 2020 starten. Zunächst sollen die Verbindung von der Mewasseret-Zion-Brücke zur Campus Magistrale, der Vorplatz des Technischen Rathauses sowie die Multifunktionsfläche und die Grünfläche am RSG umgestaltet werden. Kostenpunkt: 1,785 Millionen Euro für den Bau und rund 250 000 Euro für die Planung. „Der Förderantrag dafür ist fast fertig“, sagt Stadtsprecherin Eva Stocksiefen. Eventuell werde er bereits in den kommenden Tagen auf den Weg gebracht. Stimmt die Bezirksregierung zu, kann die Stadt mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten rechnen. Das Schulhofareal soll dann zu einem späteren Zeitpunkt mit einem eigenen Förderantrag folgen. Der Grund dafür liege im Ausbau des Dachgeschosses des Gymnasiums, so die Verwaltung. Dafür fallen noch einmal 640 000 Euro für Planung und Umbau an.