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Lampenwechsel: Sankt Augustin saniert Straßenlaternen

Lampenwechsel : Sankt Augustin saniert Straßenlaternen

Straßenlaternen bringen nicht nur Licht ins Dunkel, sondern auch Sicherheit. An Licht und Sicherheit will die Stadt Sankt Augustin nicht sparen, wohl aber am Stromverbrauch.

Um das zu tun, investiert die Stadt derzeit rund 112.000 Euro in die Sanierung ihrer Straßenbeleuchtung: Derzeit sind es effiziente Natriumdampfhochdrucklampen, demnächst noch viel sparsamere LED-Lampen, die Sankt Augustiner Straßen erhellen.

"Wir haben rund 7000 Leuchtstellen im Stadtgebiet. Eine Leuchtstelle ist je ein Mast mit einer oder mehreren Lampen, in denen jeweils eine oder mehrere Leuchtmittel verbaut sind," erklärt Elektromeister Thomas Reuter vom städtischen Bauhof, wo man die vom Rat beschlossenen Ziele zum lokalen Klimaschutz ernst nahm und nach Lösungen forschte.

Viele Lampen verbrauchten bislang auch viel Strom. 2009 lag der Verbrauch noch bei über drei Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Dann kam das Konjunkturpaket II: 2500 Quecksilberdampfhochdruckleuchten mit 80 und 125 Watt wurden durch die orange leuchtenden Natriumdampfhochdruckleuchten mit 50 Watt ausgetauscht.

Der Bund übernahm mit 460.000 Euro die Vollfinanzierung. Nicht nur aus energetischen Gründen ein guter Schritt, sagte der Elektrotechnikermeister: "Ab 2015 fällt die Quecksilberdampfhochdruckleuchte einer EU-Verordnung zum Opfer. Sie darf dann nicht mehr vertrieben, nur noch betrieben werden."

Der Vorteil moderner Lampen sei aber nicht nur der geringe Stromverbrauch, zeigte Reuter am Beispiel des Hangelarer Niederbergs: Dort treffen derzeit noch alte Leuchten auf "Cosmo Polis", eine moderne Lampenbauform. "Den Unterschied sieht man sofort. Die integrierte Spiegeltechnik ist so ausgelegt, dass man wirklich von einer Straßenbeleuchtung sprechen kann."

Messungen belegten auch die Verbesserung durch die Lampensanierung an der Siegburger Straße: Dort lag die Helligkeit zwischen zwei Laternen bei nächtlichem Halbvollmond bei 0,1 Lux. Nun sind es 1,0 Lux. Die gesamte Ausleuchtung einer einzelnen Leuchte stieg von 1,7 sogar auf 9,4 Lux, sagt Reuter, "bei gleichzeitiger Reduzierung des Stromverbrauchs."

Der Austausch brachte der Stadt bisher rund 500 000 Kilowattstunden Stromeinsparung je Kalenderjahr, umgerechnet rund 95.000 Euro. "Das große Ziel ist, auf jeden Fall unter die Grenze von zwei Millionen Kilowattstunden zu kommen, was wir sicherlich auch erreichen werden."