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Bezirksregierung sendet verheißungsvolles Signal an die Stadt: Sanierung des Jugendzentrums ist greifbar nahe

Bezirksregierung sendet verheißungsvolles Signal an die Stadt : Sanierung des Jugendzentrums ist greifbar nahe

Kinder-, Jugend- und Familienangebote, Integrationsarbeit, eine Kindertageseinrichtung sowie Bildungs- und Kulturprogramme sind derzeit im Jugendzentrum Mülldorf zu Hause. Doch der Zahn der Zeit hat fleißig am Gebäude genagt.

Schon am 13. Dezember 2011 beschloss der Jugendhilfeausschuss, dem Gebäude mit einer Teilsanierung, einem Teilabriss und einem Neubau eine neue, multifunktionale und zukunftsgerichtete Perspektive zu geben.

Im Juni diesen Jahres hat sich eine greifbare Möglichkeit abgezeichnet, die einst formulierten Absichten trotz Haushaltssicherungskonzept für das Jahr 2016 auf den Weg zu bringen. Darüber wird der zuständige Ausschuss am kommenden Dienstag (18 Uhr, kleiner Ratssaal im Rathaus) entscheiden.

Die Abriss- und Neubaupläne sind nicht neu, wohl aber das Integrierte Handlungskonzept (IHK) der Stadt. Es gibt, vereinfacht gesagt, Handlungsempfehlungen zur Gestaltung und Aufwertung des öffentlichen Raums in der Stadtmitte anhand der bereits zum Teil umgesetzten Pläne zur Zentrumsentwicklung. Dazu sollen auch öffentliche Fördergelder aus verschiedenen Töpfen zur Stadterneuerung und Städtebauförderung akquiriert werden. Im IHK enthalten ist auch das Jugendzentrum an der Bonner Straße.

Fördermöglichkeiten & Nutzungsperspektiven

Am 12. Juni trafen sich Vertreter von Stadtverwaltung und Bezirksregierung Köln, um entsprechende Fördermöglichkeiten zu sondieren. Und es gab ein Signal: 2016 wäre ein gutes Jahr, das Projekt Jugendzentrum einzureichen, weil es hierfür nicht nur bereits eine qualifizierte Planungsgrundlage, sondern auch eine multifunktionale, langjährige und quartiersbezogene Nutzung gebe. Gute Vorzeichen, um bis zum Jahresende, spätestens aber bis 2016 "bewilligungsreife Unterlagen" einzureichen, gibt die Stadtverwaltung der Politik für die Ausschusssitzung auf den Weg.

Dabei hat die Stadt bereits mit den bisherigen Hauptnutzern Kontakt aufgenommen und sie über zukünftige Nutzungsperspektiven befragt. Die Nutzer sind: Der Verein zur Förderung der städtischen Jugendeinrichtungen in Sankt Augustin, die Volkshochschule Rhein-Sieg, der Stadtjugendring und der Deutsche Kinderschutzbund, der neben der Geschäfts-, Anlauf- und Beratungsstelle auch die bislang nur provisorische eingruppige Kindertageseinrichtung "Casa Lu" betreibt.

Allen Nutzern gemein ist, dass während der Umbau-, Sanierungs- und Neubauphase Ersatzräume benötigt werden. Favorisiert werde ein vorübergehender Ersatzstandort im Bereich des Rhein-Sieg-Gymnasiums, da ein alternativer Standort unmittelbar in Mülldorf Mehrkosten von rund 422 000 Euro generieren würde.

Gibt der Jugendhilfeausschuss grünes Licht, soll eine Entwurfsplanung am 20. Oktober im Zentrumsausschuss beraten werden. Bis Ende Januar 2016 soll ein Planungsbüro die Pläne ausarbeiten, um sie dem Förderantrag fristgerecht beifügen zu können. hth

Jugendhilfeausschuss, Dienstag, 18. August, 18 Uhr, kleiner Ratssaal.