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Rhein-Sieg-Kreis: Zeppelin-Rundflüge starten am 11. Juni in Hangelar

Luftschiff im Rhein-Sieg-Kreis : Zeppelin-Rundflüge starten kommende Woche in Hangelar

In 300 Metern Höhe lässt sich die Heimat in einem Zeppelin auf besondere Art genießen. Doch das Wetter macht den Betreibern des Zeppelin NT einen Strich durch die Rechnung: Starten werden die Rundflüge nicht diesen Donnerstag, sondern am 11. Juni.

Auf die Herausforderung, in Corona-Zeiten Luftschiff-Rundflüge durchzuführen, hatten sich die Betreiber des Zeppelin NT sorgfältig vorbereitet. Doch jetzt macht das Wetter den Planungen einen Strich durch die Rechnung – der Zeppelin wird daher nicht diesen Donnerstag abheben, sondern erst eine Woche später.

Der in Friedrichshafen gebaute Zeppelin NT (Zeppelin Neue Technologie) ist der größte und einzige für den kommerziellen Passagierbetrieb zugelassene Zeppelin der Welt. In der Gondel, die auch mit einer Toilette ausgestattet ist, finden 14 Personen Platz. Panorama-Fenster an den Seiten und am Heck machen die Gondel zu einer Aussichtsplattform der Sonderklasse: in 300 Metern Höhe, der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestflughöhe über Städten, und bei rund 60 Kilometern pro Stunde. Und im Gegensatz zu anderen Luftschiffen, darf sich der Zeppelin NT wegen seiner starren Innenstruktur auch tatsächlich Zeppelin nennen.

So ist es nicht verwunderlich, dass der Zeppelin, der auch für die Forschung eingesetzt wird, bei Rundflügen immer beliebter wird. Diese finden meist vom Heimathafen Friedrichshafen aus statt und führen etwa über den Bodensee. Seit 2018 bietet der Betreiber, die Deutsche Zeppelin-Reederei, Rundflüge auch im Rheinland an. Mit den Standorten Hangelar und Mönchengladbach wurde der Zeppelin NT damit rasch zur Konkurrenz für das von Essen/Mülheim aus operierende Luftschiff „Theo“.

Gondel auf zehn Sitzplätze reduziert

Damit die Fluggäste während der Coronazeit sicher vor Ansteckung sind, wurden die Sitzplätze in der Gondel auf zehn reduziert. Zum Hygienekonzept des Zeppelins gehört auch eine Maskenpflicht beim Check-in und beim Boarding.

Starten werden die Rundflüge über die Region von Hangelar aus am Donnerstag, 11. Juni. Grund für die Verschiebung: Das unstete Wetter. Denn bei Windböen ab 40 Stundenkilometer dürfen Luftschiffe nicht mehr fliegen, weil das Einsteigen in die Gondel für die Fluggäste dann zu gefährlich ist.

Am Wochenende musste der Zeppelin in Mönchengladbach wegen Böen am Boden bleiben. Den Fluggästen wurde eine Erstattung oder Umbuchung angeboten. Die meisten Passagiere aber wollten nicht vom Flug zurücktreten und entschieden sich für eine Umbuchung, hieß es von der Zeppelin-Reederei. Dazu wurde das Programm in Mönchengladbach um zwei Tage verlängert.

An diesem Donnerstag sollte es eigentlich von Hangelar aus losgehen. „Für Bonn sind wir sehr positiv eingestellt“, sagte Eckhard Breuer, Geschäftsführer der Deutschen Zeppelin-Reederei, noch am Montag. Er hoffte zu diesem Zeitpunkt noch auf eine stabile Hochdrucklage: „Das verspricht gutes Wetter zum Fliegen“, so Breuer am Wochenanfang. Doch „eine Wetterprognose über drei Tage hinaus ist nicht seriös“, schränkte Breuer vorsorglich ein. Der Fall ist nun eingetreten. „Aber man darf auch nicht vergessen, dass wir Anfang September wieder hier sind. Das heißt natürlich warten, aber das Warten lohnt sich auch.“