Neues Raumprogramm steht: Rhein-Sieg-Gymnasium wird mit Neubau erweitert

Neues Raumprogramm steht : Rhein-Sieg-Gymnasium wird mit Neubau erweitert

Das Rhein-Sieg-Gymnasium wird mit einem Neubau erweitert. Der Schulausschuss hat den Plänen der Verwaltung zugestimmt.

Einigkeit über das künftige Raumprogramm des Rhein-Sieg-Gymnasiums gab es im Ausschuss für Schule, Bildung und Weiterbildung. Wie der Beigeordnete Ali Dogan vorstellte, wird es statt der bisher 55 Räume 61 Räume geben. Gebaut werde nicht im Bestand. Vielmehr sollen in einem eigenständigen zweigeschossigen Neubau nördlich des Schulgebäudes zusätzliche Räume sowie Mensa und Küche entstehen.

Nachdem im Sommer aus statischen Gründen das Aus für den Ausbau des Obergeschosses der Schule verkündet worden war (der GA berichtete), hatte der Rat die Verwaltung beauftragt, nun in Abstimmung mit der Schule ein neues Raumprogramm zu erstellen. Dieses wurde im Schulausschuss einstimmig beschlossen. Die Verwaltung soll nun die Auftragsvergabe der Planungsleistungen vorbereiten.

Wie viel der Neubau am Ende kosten wird, dazu könne die Verwaltung noch keine seriösen Angaben machen, sagte Dogan. Vier zusätzliche Klassenräume, jeweils einen zusätzlichen Fachraum für Biologie, Chemie und Physik sieht das Raumkonzept vor. Dafür soll der jetzige PC-Raum ersatzlos wegfallen, denn mit besserer Technik könnten die Laptops und Tablets in allen Klassenräumen genutzt werden.

RSG bekommt neue Küche und Mensa

Auch das Selbstlernzentrum, das derzeit im Untergeschoss der Schule untergebracht ist, soll einen geeigneteren Raum bekommen. Ebenfalls neu gebaut werden Küche und Mensa mit Platz für 100 Schüler. Derzeit findet die Verpflegung der Schüler bekanntlich in Containern vor der Schule statt. Klausurräume und Selbstlernzentrum möchte die Schule im Bestand durch die Zusammenlegung von Klassenräumen einrichten. Die Klausurräume sollen dann multifunktional genutzt werden können, erläuterte Schulleiterin Birgit Fels im Ausschuss. Sowohl für größere Arbeitsgemeinschaften als auch für Veranstaltungen mit 60 bis 80 Schülern gebe es derzeit keine Räume in der Schule, führte sie aus. „Wegen unserer Profile und Austauschprogramme, werden solche Räume jedoch immer wieder benötigt“, sagte Fels. Das Selbstlernzentrum sei ebenfalls von großer Bedeutung und würde schon jetzt mehrere Stunden am Tag belegt.

Fels sprach dabei von einem „intensiven Prozess mit einer einvernehmlichen Lösung.“ Die Schule habe zwar auf den PC-Raum verzichtet, „das ist jedoch nur möglich, wenn wir eine strukturierte Verkabelung bekommen“, mahnte die Schulleiterin und berichtete, dass derzeit maximal sieben Computer gleichzeitig hochgefahren werden könnten, ohne dass der Strom ausfalle. Das bedeute, dass man derzeit eine Viertelstunde benötige, um die Computer überhaupt in den Betriebsmodus zu versetzten, kritisierte sie den aktuellen Zustand. „Eine strukturierte Verkabelung ist von zentraler Bedeutung, wenn wir von modernem Unterricht sprechen wollen.“

Unterm Strich zeigten sich die Ausschussmitglieder ebenso wie Pädagogen und Verwaltung zufrieden. Die Unstimmigkeiten seien ausgeräumt. Dalton-Pädagogik, Fachräume und G9 könnten mit dem Raumkonzept umgesetzt werden. „Wir wissen jetzt alle, was wir haben wollen“, fasste CDU-Fraktionsvorsitzender Georg Schell zusammen. Die Informationsklausel, dass alle Eltern und Lehrer bei etwaigen Änderungen informiert werden, soll so wie bei anderen Schulbaumaßnahmen auch hier gelten.

„Wir begrüßen, dass man sich verständigt hat und dass die Planungskosten in den Haushalt eingestellt wurden“, ergänzte der Fraktionschef der Grünen, Martin Metz. Er merkte an, dass es zum Beispiel mit einer Modulbauweise möglich sein sollte, die Mensa unproblematisch zu erweitern, falls dies erforderlich sei. Für Gerhard Schmitz-Porten (SPD) ist diese Möglichkeit der Erweiterung ebenfalls „bedeutsam“. „Wir haben heute eine Tischvorlage, die Einvernehmen ausstrahlt, müssen jedoch dennoch zukunftsbewusst sein“, sagte er.

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