Rhein-Sieg-Gymnasium Sankt Augustin: Schule wird saniert

Sanierung der Schule in Sankt Augustin : Raumkonzept für Rhein-Sieg-Gymnasium wird vorgestellt

Seit drei Wochen stocken die Sanierungsarbeiten am Rhein-Sieg-Gymnasiums. Der Beigeordnete Ali Dogan hat angekündigt, im November einen Raumplan für den Neubau vorzulegen - Mensa und Lernzentrum inklusive.

Unruhe in der Elternschaft des Rhein-Sieg-Gymnasiums (RSG): Offenbar stocken die Sanierungsarbeiten an der Schule seit etwa drei Wochen. Außerdem hat die Stadt Sankt Augustin rund 2,5 Millionen Euro aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (KInvFG), die für die Erweiterung des RSG vorgesehen waren, für den Campus Niederpleis und die Erweiterung der Gemeinschaftsgrundschule Sankt Augustin-Ort eingeplant. Auch die GA-Redaktion erreichten E-Mails, nach denen Eltern vermuteten, der geplante Neubau sei gestrichen. Es war sogar von einer Komplettschließung der Schule die Rede.

"Dass das Geld aus dem KInvFG anderweitig eingesetzt wird, ist richtig", sagte Beigeordneter Ali Dogan. "Alles andere ist falsch." Tatsächlich habe Bürgermeister Klaus Schumacher beim Einbringen des kommunalen Etats darauf hingewiesen, dass die Gelder nicht für das RSG verwendet werden könnten, weil das Programm vorsehe, dass der Zweck der Finanzierung bis Ende 2022 abgeschlossen und abgerechnet sein müsse. "Selbstverständlich laufen die Planungen für das RSG ohne Verzug weiter. Für diese Planungen stehen derzeit Haushaltsmittel zur Verfügung."

Noch werde ermittelt, wie teuer ein neuer Solitärbau sein wird. Die Planungen dazu liefen unvermittelt weiter. Vorgesehen seien in dem Neubau unter anderem eine Mensa und ein Lernzentrum. Dogan: "Ich gehe derzeit davon aus, dass wir Anfang November 2019 das Raumkonzept für das RSG im Schulausschuss beschließen werden. Im Anschluss daran werden die Planer die konkreten Kosten für den Bau eruieren. Das ist der übliche und mit allen Fraktionen sowie der Schulleitung abgestimmte Zeitplan."

"Selbstverständlich" würden die dann erforderlichen Haushaltsmittel entsprechend in den Haushalt eingeplant. "Dafür gibt es die Möglichkeit des Nachtragshaushaltes, wovon wir in solchen Fällen Gebrauch machen. Vorher kann und darf der Kämmerer keine nicht validierten Zahlen einstellen", sagte der für die Schulplanung zuständige Dezernent. "Die bereits eingestellten Planungskosten sind selbstverständlich auskömmlich und können, wenn sie in diesem Jahr nicht verausgabt werden, in das nächste Jahr übertragen werden."

Wie berichtet, sollte ursprünglich das schon seit Jahren geschlossene Dachgeschoss saniert und zu einem Vollgeschoss ausgebaut werden. Aus statischen und brandschutztechnischen Gründen sei das jedoch kaum möglich, hatte die Stadt im April dem Schulausschuss mitgeteilt. Schumacher verwies darauf, dass das kosten- und zeitintensiver und somit unwirtschaftlich würde. Deshalb schlug die Verwaltung einen zweigeschossigen Neubau gegenüber vom Fuß- und Radweg nördlich des Schulgebäudes vor.

Die Schule hat den Neubau dringend nötig, denn es fehlt an Platz. Nicht nur wegen der Rückkehr zu G 9. Bereits in der G 8-Phase fehlten dem RSG ein Klassenraum und zwei Fachräume. Seit 2012 findet ein Teil des Unterrichts zudem in Containern statt, da das alte Staffelgeschoss aufgrund baulicher Mängel komplett gesperrt ist. "Und wir haben immer noch regen Zulauf", sagte Schulleiterin Birgit Fels. "Da wir ja aufgrund der räumlichen Situation auf vierzügige Eingangsklassen eingefroren sind, mussten wir in den vergangenen zwei Jahren jeweils mehr als 30 Schüler abweisen, die gerne unser Gymnasium besucht hätten."

Dogan verwies auch auf andere Beträge, die für das RSG im Haushaltsplanentwurf verzeichnet seien. Da finden sich beispielsweise 98 000 Euro für die Erneuerung des Bühnenbodens in der Aula und für Brandschutz. Im Investitionsplan 2020 bis 2024 sind verschiedene Beträge für die Umgestaltung des Schulhofs eingestellt. Schumacher verwies darauf, dass im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) die Umgestaltung des Schulhofgeländes vorgesehen sei. Schumacher: "Die Maßnahme, die Gesamtkosten in Höhe von 640 000 Euro verursacht, soll in den Jahren 2021 und 2022 umgesetzt werden. Um alle notwendigen Aufträge plangerecht vergeben zu können, sind 2020 und 2021 Verpflichtungsermächtigungen vorgesehen."

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