Asklepios-Klinik Sankt Augustin: Onlinepetition zum Erhalt der Kinderklinik gestartet

Asklepios-Klinik Sankt Augustin : Onlinepetition zum Erhalt der Kinderklinik gestartet

Mehr als 1000 Menschen haben am Freitagmittag bereits eine Onlinepetition zum Erhalt der Kinderklinik in Sankt Augustin unterzeichnet. Gerichtet ist sie an die NRW-Landesregierung.

Nachdem der Asklepios-Konzern angekündigt hat, die Kinderklinik in Sankt Augustin schließen zu wollen, läuft seit Donnerstag eine Onlinepetition zum Erhalt der Klinik. Erstellt hat sie der Großvater eines Kindes, das in Sankt Augustin in der Kinderonkologie behandelt worden ist. Gerichtet ist sie an die NRW-Landesregierung. Die Hoffnung: Dass das Land die nötigen Fördergelder zum Erhalt der Klinik zur Verfügung stellt. Der Initiator fragt in der Begründung der Petition, wie er seiner Enkelin erklären soll, dass „wir Unsummen in die Renovierung eines Segelschiffes oder den Bau eines Flughafen stecken können, aber keinen Cent übrig haben, um dieses Krankenhaus am Leben zu erhalten“. Bis Freitagmittag hatten bereits mehr als 1000 Menschen die Petition unterzeichnet.

Wie berichtet, hat der Konzern vergangene Woche Mittel aus dem Strukturfonds des Bundes beim Land Nordrhein-Westfalen für die Schließung der Kinderklinik beantragt. Bereits seit Wochen steht deren Zukunft auf dem Prüfstand. Auslöser war der bevorstehende Weggang zweier Chefärzte des Deutschen Kinderherzzentrums an die Bonner Uniklinik. Asklepios hatte in diesem Zusammenhang auch beklagt, keine Fördergelder für die Sanierung der Kinderklinik vom Land zu bekommen. Laut dem NRW-Gesundheitsministerium erhält Asklepios jährlich pauschale Fördermittel zur Deckung der Investitionskosten.

Unterdessen hat auch der Siegburger Rat am Donnerstagabend einstimmig den Erhalt der Kinderklinik gefordert. Er schloss sich damit dem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen aus dem Kreistag an.

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