Sankt Augustiner Planungsausschuss: Neue Bau-Leitlinien für Hangelarer Zentrum

Sankt Augustiner Planungsausschuss : Neue Bau-Leitlinien für Hangelarer Zentrum

Die Stadt Sankt Augustin erarbeitet Grundlagen für die künftige Bebauung im Hangelarer Zentrum. Der Planungsausschuss folgte einem Antrag der CDU.

Für den Hangelarer Ortskern soll es künftig Leitlinien für eine weitere Bebauung geben. Das hat der Sankt Augustiner Planungsausschuss jüngst einstimmig auf den Weg gebracht. Die Mitglieder folgten einem Antrag der CDU, der Richtlinien für das Areal zwischen Bachstraße, Richthofenstraße, Bonner Straße und Florianstraße forderte. Die Verwaltung soll diese in den kommenden Monaten erarbeiten.

Bisher gibt es für das Kerngebiet keinen Bebauungsplan. Bei Neubauten greift deshalb der Paragraf 34 des Baugesetzbuchs. Innerhalb bebauter Ortsteile ist ein Vorhaben demnach zulässig, „wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist“, heißt es darin.

Das soll sich für das Hangelarer Zentrum nun ändern. In Zukunft sollen Bebauungspläne, Gestaltungssatzungen oder planungsrechtliche Vorgaben die Grundlage für Neubauten sein. „Dann ist es nicht mehr so schwammig und jeder Investor oder Eigentümer weiß auch, was er machen kann und was nicht“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Georg Schell. Immerhin gebe es dort noch 17 Hektar Fläche, die beplant werden könnten.

Dabei müsse es keine einheitliche Bebauungshöhe für das gesamte Gebiet geben. Stattdessen könnten auch für kleinräumige Areale unterschiedliche Leitlinien gelten. Bis diese vorliegen, muss die Verwaltung Bauvoranfragen oder Bauanträge in diesem Gebiet vor einer Entscheidung dem Ausschuss zur Kenntnis geben. So hält sich die Politik bei möglicherweise unpassenden Projekten offen, gegebenenfalls eine Veränderungssperre für die Fläche zu erwirken.

Bis Mitte März soll Beschluss vorliegen

Mit ausschlaggebend für den Antrag war die Diskussion um die geplante Bebauung an der Kölnstraße 116, für die das Sterzenbach-Fachwerkhaus abgerissen werden soll. Bereits bei einem Bürgerdialog zur baulichen Weiterentwicklung des Stadtteils im September hatten Anwohner den fehlenden Bebauungsplan für das Hangelarer Zentrum angesprochen.

Bis Mitte März soll die Verwaltung nun einen Beschluss vorlegen, wie die Richtlinien aussehen und wie die Bürger beteiligt werden könnten. Darüber hinaus soll die Stadt ermitteln, ob eine Erweiterung des Areals um weitere Teile der Kölnstraße und um die Freifläche zwischen Lindenstraße und B 56 sinnvoll ist. Laut Stadtsprecherin Eva Stocksiefen prüft die Verwaltung derzeit, welches Gebiet konkret einbezogen werden soll und ob etwa ein Bebauungsplan oder eine Gestaltungsrichtlinie am geeignetsten wäre.