Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert: Markus Orths "zu Gast auf dem Sofa" in Sankt Augustin

Sechs Frauen, sechs Lieben, ein Jahrhundert : Markus Orths "zu Gast auf dem Sofa" in Sankt Augustin

Der Schriftsteller Markus Orths ist mit seinem Roman „Max“ in der Hochschul- und Kreisbibliothek in Sankt Augustin zu „Gast auf dem Sofa“. Er stellt sein neues Buch über den Künstler Max Ernst vor.

„Was ist deine Lieblingsbeschäftigung Max? Sehen! Sehen! Sehen! Seine Lebenslange Antwort“. Diese Worte stammen aus „Max“, dem elften Roman des Autors Markus Orths. Und sie beschreiben den Protagonisten seiner Geschichte perfekt. Denn das macht einen der wichtigsten Vertreter des Dadaismus und des Surrealismus des 20. Jahrhunderts aus: Maximilian Maria Ernst beobachtete die Welt und richtete sein Augenmerk stets auf die vielen kleinen Facetten des Lebens.

Der Roman „Max“ ist ein fiktiver Roman, der auf historischen Ereignissen und dem Leben einer realen Person beruht. Am Mittwoch, 27. September, ist Markus Orths , in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zu „Gast auf dem Sofa“ und stellt ab 19.30 Uhr seinen Roman vor.

Während Markus Orths für das Max-Ernst-Museum in Brühl eine experimentelle Erzählung über den Künstler schrieb, beschäftigte er sich intensiv mit dem Leben und Wirken von Max Ernst. „Seine künstlerische Haltung hat mich sehr beeindruckt, dieser Wunsch, immer nach Neuem zu streben, diese rebellische, Grenzen sprengende Kraft, dieser atemlose, unruhige Blick auf die inneren Ungeheuer des Menschen“, sagte Markus Orths in einem früheren Interview über den Ursprung des Romans. „Sein faszinierendes, abenteuerliches Leben hat mir schier den Atem verschlagen: Kein Schriftsteller könnte etwas Ähnliches erfinden.“

Das Buch: Der Roman schildert die vielen besonderen Stationen im Leben von Max Ernst. Vor allem werden die Frauen, die sein Leben stark beeinflusst haben, in den Mittelpunkt der Erzählung gerückt. Da wäre zum Beispiel Max Ernsts letzte Frau Dorothea Tanning, die mit dem Künstler 30 Jahre lang zusammenlebte. Oder Marie-Berthe Aurenche, deren Besessenheit für Ernst fast schon krankhafte Züge annahm.

Eine Frage, die sich der Leser immer wieder stellt; Was ist real, und was ist Fiktion? „Die Menschen, über die ich schrieb, haben wirklich gelebt. Ich konnte mit ihnen nicht machen, was ich wollte“, erklärte Markus Orths. „Ich musste mich von ihnen und ihrem Leben leiten lassen.“ Während die Ereignisse mit Briefen oder Dokumenten belegt wurden, ist die Ausgestaltung der Szenen und der Dialoge der Dramaturgie des Autors geschuldet.

Der Autor: Markus Orths ist Jahrgang 1969, studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik in Freiburg. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Karlsruhe. Seine Romane wurden in insgesamt 16 Sprachen übersetzt. Sein Werk „Das Zimmermädchen“ wurde 2015 sogar für das Kino verfilmt. Zudem ist er Autor von Hörspielen und Kinderbüchern.

Das meint der GA:„Max“ ist ein interessanter Roman mit vielen spannenden Fakten über das Leben eines außergewöhnlichen Künstlers, das literarisch spannend aufbereitet wurde.

Die Lesung:Wer den Autor gerne persönlich kennenlernen möchte, hat am Mittwoch, 27. September, die Möglichkeit dazu. Markus Orths ist „Gast auf dem Sofa“ in der Hochschul- und Kreisbibliothek, Granthamallee 20 in Sankt Augustin, Beginn ist um 19.30 Uhr. Tickets für die Veranstaltung sind ab sofort zum Preis von zehn, ermäßigt sechs Euro, in der Bücherstube Sankt Augustin, Alte Heerstraße 60, 02241/1484284, oder in der Bibliothek unter 02241/865680 erhältlich.