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Alternative pädagogische Konzepte: Kindergarten Sonnenweg feiert 40-jähriges Jubiläum

Alternative pädagogische Konzepte : Kindergarten Sonnenweg feiert 40-jähriges Jubiläum

Er entstand vor 40 Jahren aus einer Elterninitiative: Engagierte Eltern wollten 1973 mit einem freiheitlichen und selbstbestimmten pädagogischen Konzept dem damals vorherrschenden Mangel an Kindergartenplätzen begegnen.

Von Wehmut kaum eine Spur: Der Kindergarten Sonnenweg hat am Samstag sein 40-jähriges Jubiläum gefeiert. Allerdings in der Wehrfeldstraße 3h und nicht im Sonnenweg 6, wo die Einrichtung einst gegründet worden war.

Engagierte Eltern hatten 1973 eine Elterninitiative aus der Taufe gehoben, die mit einem freiheitlichen und selbstbestimmten pädagogischen Konzept dem damals vorherrschenden Mangel an Kindergartenplätzen begegnete. In einem großen Einfamilienhaus am Sonnenweg 6, der Straße an der Polizeiwache Sankt Augustin, fand die Elterninitiative ihr Zuhause. "Vor sechs Jahren mussten wir in die Wehrfeldstraße umziehen. Das Haus ist im Zuge der Zentrumserweiterung dem Abrissbagger zum Opfer gefallen," erklärte Janica Wartenberg, pädagogische Leiterin des Kindergartens.

Das Haus wurde aufwendig umgebaut, Wände wurden versetzt, zusätzliche Fluchttreppen angebracht. Inzwischen sei der Kindergarten auch hier richtig angekommen. "Hier ist es sehr gemütlich, wir haben viel Platz und eine wirklich familiäre Atmosphäre," resümierte Wartenberg zum Jubiläum. So verfügt der Kindergarten heute über eine Gruppe mit Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren, die von drei Erzieherinnen betreut und von engagierten Eltern vielfältig unterstützt werden. "Das Soziale, das Miteinander, das ist unser Alleinstellungsmarkmal. Hier fühlt man sich wirklich wie in einer großen Familie" erklärte Janine Lietmeyer, Mutter und Vorsitzende des Vorstands, das Konzept: "Wir achten auf viel Bewegung und viel Natur, wir wollen die Kinder sich entwickeln lassen und dass sie ihre Grenzen kennenlernen."

Platz dafür biete auch der große Garten, der zum Jubiläumsfest für eine Schatzsuche, ein Grillbüffet, eine Tombola, eine Aufführung der Vogelhochzeit und Ballettstunden herhalten durfte. Dass man mit dem Kindergarten inmitten eines Wohngebietes in einem Einfamilienhaus sitze, stelle für die tägliche Arbeit kein Problem dar, betonten Janine Lietmeyer und Janica Wartenberg. Das gelte auch für die vielen Treppen, sagte die Elternvorstandsvorsitzende: "Die Kinder gehen die Treppen gemeinsam in der Gruppe, und das klappt wunderbar."