Hochschule Bonn-Rhein-Sieg informiert in Sankt Augustin über ihre Studiengänge

Studieninfotag in Sankt Augustin : Hochschule Bonn-Rhein-Sieg informiert über Studiengänge

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat am Campus Sankt Augustin über ihre Studiengänge informiert. Interessenten erhielten unter anderem Einblick in das neue Fernsehstudio.

Viele Abiturienten wünschen sich, nach der Schule Praxiserfahrung zu sammeln und nicht mehr nur theoretische Dinge zu lernen. Manche entscheiden sich für ein Auslandsjahr, andere wollen lieber sofort anfangen zu studieren. Fachhochschulen bieten dann die Möglichkeit, Praxis und Theorie zu vereinen. Beim Studieninformationstag der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg informierten sich Schüler, Studenten und Abiturienten am Samstag über die 36 Studiengänge und schnupperten bereits Campusluft am Standort Sankt Augustin.

„Viele Schüler haben großen Respekt vor einem Studium. Wir wollen Ängste nehmen und ihnen zeigen, was sie hier erwartet“, erklärte Ulrike Lubecki, Leiterin der allgemeinen Studienberatung. Unter dem Motto „Traue ich mir das zu?“ hielt Professor Uwe Brummund beispielsweise einen Vortrag über Mathe und Physik im Ingenieurstudium. Außerdem hatten die Studierenden die Möglichkeit, die Maschinenhalle zu besichtigen, im offenen Labor mehr über Automatisierungstechnik zu lernen oder alles über Visual Computing zu erfahren. In der Eingangshalle informierte die Hochschule an mehreren Ständen über ihre 20 Bachelor- und 16 Master-Studiengänge. Über Finanzierungsmöglichkeiten klärten mehrere Stiftungen die Interessenten auf.

„Ich bin eher praktisch veranlagt, deshalb würde sich eine Hochschule gut eignen“, sagte Schülerin Jacqueline Löwe. Die 16-Jährige wolle sich noch weitere Universitäten und Hochschulen anschauen, doch die „sehr guten Ressourcen“ und die „netten Professoren“ hätten sie in Sankt Augustin schon überzeugt. Lubecki sieht neben dem Praxisbezug im und nach dem Studium noch andere Vorteile einer Hochschule: Es würden Fächer angeboten, die es an der Uni nicht gebe, und die Gruppen seien klein. Dazu kämen die neuen Gebäude, mit denen die Hochschule zusätzlich punkten könne.

Forensik sei ein solcher Studiengang, der Interessenten von weit her in die Region ziehe. „Das ist bundesweit einzigartig“, stellte Christiane Oehler-Wollersheim von der Bunesagentur für Arbeit fest. Sie berichtete von einer Schülerin aus Stuttgart, die extra für diesen Studiengang angereist sei. Doch das beliebteste Fach sei immer noch Wirtschaftspsychologie. „In dem Studiengang lassen wir zwei Mal im Jahr etwa 70 Personen zu“, so Lubecki. Die Bewerbungen lägen dabei in einem vierstelligen Bereich. Der Numerus clausus sei nicht ganz so hoch wie an Universitäten, ist aber mit etwa 1,5 dennoch sehr anspruchsvoll. „Wirtschaftspsychologie ist eine gute Mischung aus zwei beliebten Studiengängen – BWL und Psychologie“, erklärte Christine Kawa, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule. Die Studierenden seien breit gefächert aufgestellt und hätten gute Perspektiven. Denn auch den Unternehmen werde immer mehr bewusst, dass nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die menschliche Seite in ihrem Berufsfeld eine große Rolle spiele, sagte Kawa.

Foto: Meike Böschemeyer

Auch die Eltern der zukünftigen Studierenden erfuhren in einem Vortrag alles über die Einschreibung, das Studium und die Finanzierung. „Es ist nicht so überfüllt und deutlich praxisbezogener als an der Uni. Das hat mir sehr gut gefallen. Hier können die Studenten auch mal Experimente selber machen und nicht nur dem Professor zugucken“, sagte Astrid Even, deren Sohn sich für den Studiengang Maschinenbau interessiert. Sie würde sich wünschen, dass ihr Kind sich für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg entscheidet.

Mehr von GA BONN