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Teil des „Cyber-Campus Nordrhein-Westfalen“: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg führt neuen Studiengang zur Cybersicherheit ein

Teil des „Cyber-Campus Nordrhein-Westfalen“ : Hochschule Bonn-Rhein-Sieg führt neuen Studiengang zur Cybersicherheit ein

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wird Teil des „Cyber-Campus Nordrhein-Westfalen“. Die Landesregierung fördert Studiengänge zur Cybersicherheit mit sechs Millionen Euro.

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ist eine von zwei Hochschulen, die die Pilotphase des Projekts „Cyber-Campus Nordrhein-Westfalen“ starten. Wie das Ministerium für Kultur und Wissenschaft am Freitag mitteilte, fördert die Landesregierung an der H-BRS sowie an der Hochschule Niederrhein Studiengänge zur Cybersicherheit mit sechs Millionen Euro.

An beiden Hochschulen ist vorgesehen, ab dem Wintersemester 2020/2021 erstmalig Studiengänge zu den Themen Cybersicherheit, Cyberkriminalität und Digitale Transformation anzubieten. Mit dem Zuschuss können die Einrichtungen die Studiengänge aufbauen. Die Hochschulen planen, jeweils bis zu fünf zusätzliche Professuren einzurichten und je 250 Studienplätze in der Endphase zu schaffen. Die Pilotphase läuft bis Ende 2023, 2022 ist eine Evaluation vorgesehen.

Zusätzliche Fachkräfte für die Wirtschaft

Ziel des Projekts „Cyber-Campus Nordrhein-Westfalen“ sei die Ausbildung zusätzlicher Fachkräfte für die Wirtschaft und die öffentliche Hand, um etwa Angriffe auf öffentliche und private Infrastrukturen abwehren zu können, so das Ministerium. Da sich der Bereich der Cybersicherheit rasant entwickelt, planen die Hochschulen einen kontinuierlichen Austausch untereinander, ebenso wie mit Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Dabei sollen Projekte mit kommunalen Rechenzentren, IT-Dienstleistern und Unternehmen mit kritischen Infrastrukturen wie Energieversorgern oder Krankenhäusern initiiert werden.

An der H-BRS wird zunächst das Studienprogramm Cybersecurity eingerichtet, das einen Schwerpunkt auf Web- und Applikationssicherheit, Cloud Security, Schadsoftwareanalyse und IT-Forensik legt. Es soll vermutlich campusnah in Sankt Augustin angesiedelt werden. An der Hochschule Niederrhein sollen Studierende des neuen Studiengangs Cyber Security Management dazu befähigt werden, Cyber-Angriffe zu erkennen und zu bekämpfen, Risikoanalysen zu erstellen und Strategien zur Vermeidung von Sicherheitsvorfällen zu entwickeln. Darauf aufbauende Masterstudiengänge sollen folgen.

Drei Millionen Euro für die H-BRS

„Wir freuen uns, dass wir mit einer Finanzierung von insgesamt drei Millionen Euro durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft ausreichend Geld bekommen, um mit dem Studienprogramm Cybersecurity in die dreijährige Pilotphase einsteigen zu können“, so Professor Hartmut Ihne, Präsident der H-BRS. „Wir sind sicher, dass zahlreiche Arbeitgeber schon auf unsere Absolventinnen und Absolventen warten, und Studieninteressierte sich deshalb für dieses Studienangebot entscheiden werden.“ Der Präsident der Hochschule Niederrhein, Professor Hans-Hennig von Grünberg, ergänzte: „Zwei Hochschulen bilden eine moderne Verbundstruktur, um ein sinnig abgestimmtes Sortiment an Studiengängen zu einem immens wichtigen Zukunftsthema gemeinsam anzubieten.“ Zwischen beiden Hochschulen würden Ideen, Projekte, Studierende, Forschende und Professoren hin und her gehen.

Laut NRW-Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen bietet der digitale Wandel in allen gesellschaftlichen Bereichen Chancen. „Gleichzeitig müssen wir uns großen Herausforderungen stellen“, sagte sie. Etwa der Zunahme von Kriminalität im Netz. In den neuen Studiengängen an der Hochschule Niederrhein und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg würden dringend benötigte Fachkräfte für die IT-Sicherheit im regionalen Umfeld ausgebildet. Damit werde NRW als Standort der Informationstechnologie gestärkt.