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Vierter Standort im Rhein-Sieg-Kreis: Hangelar bekommt ein neues Sozialkaufhaus

Vierter Standort im Rhein-Sieg-Kreis : Hangelar bekommt ein neues Sozialkaufhaus

Nach einem aufregenden und mitunter herausforderndem Geschäftsjahr 2018 geht die Nachbarschaftshilfe Rhein-Sieg im Januar mit einem neuen, vierten Standort an den Start.

Im Gewerbegebiet an der Eifelstraße wird voraussichtlich in einem Monat ein neues Sozialkaufhaus eröffnet. Derzeit werden der rund 700 Quadratmeter große Verkaufsraum und die etwa 200 Quadratmeter Lagerflächen, die zuletzt von einem Sanitär- und Elektrofachhandel und davor von einem Bürofachgeschäft genutzt wurden, hergerichtet.

Der Standort in Hangelar mit guter Verkehrsanbindung nur wenige Gehminuten vom Ort Hangelar und der B 56 entfernt sei für die Nachbarschaftshilfe derzeit optimal, sagt der Geschäftsführer der Nachbarschaftshilfe, Heinz-Peter Schumacher: "Wir hatten nach einem weiteren Standort gesucht. Ein Objekt in Ruppichteroth war für das dortige Einzugsgebiet zu groß; ein weiteres Objekt in Köln-Porz für unsere Zwecke war zu klein. Das Gebäude hier passt genau, ist zudem schön hell und in einem sehr guten Zustand."

Mit Ausnahme von Kleidung sollen ab Mitte Januar Hausrat, Kleinmöbel, Elektrogeräte, Bücher und sonstige Haushaltsgegenstände angeboten werden. "Im nächsten Jahr werden wir ein Gesamtkonzept erstellen, das auch den hoffentlich im Sommer wiedereröffneten Standort Buisdorf mit einbezieht", erklärt Schumacher. Anfang April hatte ein Großbrand im Dachbereich des Gebäudes für den Buisdorfer Küchen-, Möbel- und Großelektroverkaufs zu großem Schaden geführt.

Das dortige Lager wurde in ein Großzelt verlagert, in dem auch kurzzeitig ein Verkauf stattfand. Seit 1. November ist der Standort aber geschlossen - vorübergehend betont Schumacher: "Wir räumen derzeit alles leer, damit der Eigentümer mit der Brandschadensanierung und dem Umbau beginnen kann. Die Abrissgenehmigung liegt nun endlich vor." Bei der Neugestaltung habe der Eigentümer die Nachbarschaftshilfe mit ins Boot geholt, die nun statt zwei kleine einen großen Verkaufsraum, neue Toilettenanlagen sowie Räume für Mitarbeiter erhalten soll, lobt Schumacher: "Wir freuen uns alle schon darauf."

Die bislang in Buisdorf tätigen Mitarbeiter seien nun im Haupthaus in Mülldorf beschäftigt: "Insgesamt haben wir 80 Angestellte und in diesem Jahr trotz des Brandes und der Einbußen sogar drei neue Mitarbeiter eingestellt." Die Einbußen durch die fehlenden Verkaufsmonate in Buisdorf seien "spürbar, aber nicht so erschreckend wie befürchtet" gewesen, sagt der Geschäftsführer: "Die enorme Hitzewelle im Sommer hat den Einzelhandel und auch uns fast noch schlimmer getroffen. Insgesamt war es aber trotz aller Herausforderungen und Turbulenzen ein gutes Geschäftsjahr."

Für das kommende Jahr steht nicht nur die Neueröffnung des Standorts Hangelar und die Wiedereröffnung in Buisdorf an. Wie berichtet, hatte die Stadt Sankt Augustin die Flächen des ehemaligen Bauhofs an der Südstraße Ecke Bonner Straße an einen Investor verkauft.

Auf den Flächen, die derzeit als Parkplätze und Ausfahrt der Nachbarschaftshilfe genutzt werden, sollen Wohngebäude entstehen. Eine Lösung für den Wegfall der Erschließung und der Parkplätze ist derzeit noch nicht in Sicht.