Zentrumsentwicklung: Günstiger Wohnraum soll in Sankt Augustin entstehen

Zentrumsentwicklung : Günstiger Wohnraum soll in Sankt Augustin entstehen

Wohnungsbaugenossenschaft will an der Rathausallee in Sankt Augustin günstigen Wohnraum schaffen und baut insgesamt 23 Wohnungen. Baubeginn soll Anfang 2020 sein.

Anfang 2020 geht es los. Dann soll im Herzen Sankt Augustins ein kleines „Flat Iron“ entstehen. Die Assoziation zu dem bekannten „Flat Iron Building“ in New York, das wiederum an ein Bügeleisen erinnert, drängte sich bei vielen der Ausschussmitglieder sofort auf, als die Gemeinnützige Wohnungsbau-Gesellschaft des Rhein-Sieg-Kreises (GWG) das Gebäude im Februar 2018 im Zentrumsausschuss erstmals öffentlich präsentierte. Im darauffolgenden Juli stimmte der Rat dem Verkauf des Grundstücks, das heute noch als Parkplatz genutzt wird, an die GWG im nicht-öffentlichen Teil zu.

„Aktuell kann man sagen, dass alle Verträge zum Grundstücksverkauf unterschrieben sind. Lediglich die Eintragung ins Grundbuch steht noch aus“, sagt Stadtsprecherin Eva Stocksiefen auf Anfrage. Entsprechend diesem Sachstand habe die GWG auch bereits Leistungen bezüglich der Statik ausgeschrieben, Sanitär und Elektroarbeiten sollen nun folgen. Es war nicht zuletzt die besondere Architektur des Gebäudes, die der GWG den Zuschlag für den Bau eines Mehrfamilienhauses an dieser zentralen Stelle bescherte. „Wir befinden uns derzeit in der Detail- und Ausführungsplanung“, sagt Matthias Ortner, Architekt und Bauleiter der GWG. In dem spitz zulaufenden Gebäude werden sich auf fünfeinhalb Geschossen insgesamt 23 Wohnungen verteilen. Darunter acht Zweizimmerwohnungen von 70 bis 81 Quadratmetern, zwölf Dreizimmerwohnungen zwischen 80 und 105 Quadratmetern und drei Vierzimmerwohnungen jeweils mit 104 Quadratmetern.

Günstige Miete

Das Besondere: Die Wohnungen sollen von der GWG zu einem attraktiven Mietpreis angeboten werden. 2018 waren das 8,50 Euro pro Quadratmeter. „Wir streben an, diesen Mietpreis auch nach der Fertigstellung 2021 zu halten“, sagt Ortner. Einen Wohnberechtigungsschein benötigen die Mieter trotz der günstigen Miete nicht, da es sich nicht um öffentlich geförderten Wohnraum handelt. 18 Monate Bauzeit plant die GWG für das architektonische Schmuckstück an der Rathausallee ein, sodass die ersten Mieter im Sommer 2021 einziehen können. Jede Wohnung besitzt entweder einen Balkon, Freisitz, Loggia, Terrasse oder Dachterrasse. In dem spitz zulaufenden Grundstücksteil werden ausreichend Stellplätze für Fahrräder entstehen sowie Unterflurcontainer für die Müllentsorgung. Hinter dem Haus befindet sich eine Garage mit Doppelhebesystem, die den Platz besonders effizient ausnutzt. Das Haus besitzt einen Aufzug vom Keller bis zum Dachgeschoss und im Keller Wasch- und Trockenräume sowie private Kellerräume für die Mieter, in die dann per Aufzug auch das Fahrrad gebracht werden kann. „Alle Wohnungen sind zudem barrierefrei und mit dem Rollstuhl nutzbar“, so der Architekt.

Mietinteressenten können sich bewerben

Mietinteressenten können sich ab sofort bei der GWG Rhein-Sieg per Mail oder Brief bewerben. „Kriterien haben wir eigentlich keine, außer dass ein regelmäßiges Einkommen vorhanden sein sollte“, so der Teamleiter der Wohnungsverwaltung, Thomas Lorenz. „Wir schauen uns die Leute an und versuchen eine Hausgemeinschaft zusammenzustellen, die passt.“ Die GWG besitzt derzeit rund 300 Wohnungen, die dauerhaft im Bestand der Wohnungsbaugesellschaft bleiben. „Wir sind daran interessiert, solide zu bauen, da wir später auch die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten durchführen“, sagt Ortner. Erste Rodungsarbeiten wurden auf dem Parkplatz bereits durchgeführt. Sobald er in das Eigentum der GWG übergeht, werden die Parkplätze dort entfallen, so Stocksiefen.