Ostern im Streichelzoo: Familien strömen zur Scheibner-Ranch in Sankt Augustin

Ostern im Streichelzoo : Familien strömen zur Scheibner-Ranch in Sankt Augustin

Das traditionelle Osterfest im Streichelzoo hat Hunderte Besucher auf die Scheibner-Ranch gelockt. Die Familien konnten Ziegen, Esel und Lamas bestaunen.

Wenn auf dem Feld am Flugplatz zwischen Hangelar und Sankt Augustin-Ort einmal im Jahr Heerscharen an Familien mit Kindern unterwegs sind, ist klar: Es ist wieder Osterfest auf der Scheibner-Ranch. Seit nunmehr 19 Jahren öffnet die Ranch am Ostersonntag für die Besucher ihre Pforten, damit sie Ziegen, Ponys, den Esel, die Lamas, aber auch die Pfauen, Enten, Gänse, Hühner und Meerschweinchen einmal aus nächster Nähe beobachten können.

Insgesamt leben derzeit rund 80 Tiere auf der Ranch. Viele davon seien schon im gesetzten Alter, erklärte Eigentümer Markus Scheibner, der zum Fest nur ausgewählte Tiere in kleinen und beschatteten Gehegen zur Schau stellte: „Nach dem kalten Regenwetter 2018 ist es heute fast schon zu warm.“ Das mochte auch daran gelegen haben, dass Scheibner traditionell persönlich ins große Osterhasenkostüm geschlüpft war. Gemeinsam mit seiner ebenfalls kostümierten Cousine Kerstin Scheibner, die eigens aus dem 500 Kilometer entfernten Fichtelgebirge angereist war, verteilte der Eigentümer mehr als 250 Schokoladen-Osterhasen, 500 bunte Eier und 200 Stoffhasen an die jüngsten der mehr als 900 erwarteten Besucher.

Gegen eine freiwillige kleine Spende wurden Kaffee und Kuchen, letzterer gespendet von der Bäckerei Oehmigen, an die Besucher verteilt und frisches Popcorn zubereitet. „Ich bin stolz, dass wir so viele fleißige Helfer haben, die uns an diesem Tag unterstützen“, sagte Markus Scheibner. „Sonst wäre das Fest nicht möglich.“ Zu den langjährigen Unterstützern zählt auch die FDP Sankt Augustin, deren Fraktionschefin Stefanie Jung eine Spende über 250 Euro im Gepäck hatte und seit über 15 Jahren Patin einer Ziege auf der Ranch ist.

Eine Ranch, die allen Höhen und Tiefen getrotzt habe und vielen Familien regelmäßig Freude bereite, wie Bürgermeister Klaus Schumacher zurückblickte. Nach dem Tod von Karl Scheibner im Jahr 2008 hatte sein Sohn Markus die Ranch übernommen. „Seit zehn Jahren hat er nun das Zepter in der Hand und er macht das großartig“, dankte Schumacher dem Eigentümer und bat die Besucher um Unterstützung für die Ranch.

Der Löschzug Mülldorf beteiligte sich zum wiederholten Mal und rückte mitsamt der Jugendfeuerwehr an, um moderne Löschfahrzeuge und Gerätschaften zu präsentieren. Besonders gefragt waren die kleinen Rundfahrten mit dem Scheibner-Express – ein Gespann mit einem historischen Fendt Fix 16, das einmal im gemächlichen Schritttempo die große Ranch in der Einflugschneise des Hangelarer Flugplatzes umrundete.

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