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Hennecke in Sankt Augustin: Expertin kann Austritt von Chemikalien nach Brand in Halle ausschließen

Hennecke in Sankt Augustin : Expertin kann Austritt von Chemikalien nach Brand in Halle ausschließen

Beim Maschinenhersteller Hennecke in Sankt Augustin hat es am Mittwochabend gebrannt. Die Feuerwehr löschte das Feuer schnell. Ein Austritt oder das Verbrennen von Chemikalien konnte ausgeschlossen werden.

Nach dem Brand an einer Halle der Sankt Augustiner Firma Hennecke am Mittwochabend hat am Donnerstag die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Laut deren Sprecher Burkhard Rick gibt es keine Hinweise auf eine Brandstiftung. Der Produktionsbetrieb des Unternehmens, das Maschinen- und Anlagentechnik für die Kunststoffverarbeitung produziert, lief am Tag nach dem Feuerwehreinsatz ungehindert weiter, wie Unternehmenssprecher Torsten Spiller auf Nachfrage berichtete. Das Feuer sei an der Außenwand des betriebseigenen Forschungs- und Technikzentrums entstanden. Wie groß der Schaden an den technischen Geräten sei, werde derzeit untersucht.

Wie berichtet, waren rund 140 Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr zu einem Lagerhallenbrand in den Sankt Augustiner Stadtteil Birlinghoven ausgerückt. Die Rauchsäule war weithin sichtbar, weswegen laut Feuerwehrsprecher Sascha Lienesch alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert wurden. Das an einer Außenwand der Halle entstandene Feuer sei schnell unter Kontrolle gewesen. Dabei habe auch eine Luftaufnahme geholfen, die ein Pilot kurz vor Eintreffen der Wehrleute vom Einsatzort gemacht und der Feuerwehr direkt weitergeleitet hatte. „Es hat geholfen, die Brandlage zu verstehen“, so Lienesch, der ergänzt: „Ohne den frühen massiven Löscheinsatz wäre das Gebäude nicht zu retten gewesen.“

Da Hennecke-Mitarbeiter darauf hinwiesen, dass auch Chemikalien in der Halle lagerten, sei eine Feuerwehr-Fachberaterin für chemische Einsätze nachalarmiert worden. Mehrere Trupps im Chemikalienschutzanzug erkundeten die Halle, konnten aber ausschließen, dass Chemikalien ausgetreten oder verbrannt waren. Der Großeinsatz unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Wielpütz endete gegen 23.30 Uhr. Eine Brandwache überprüfte das Gelände bis zum nächsten Tag regelmäßig auf neue Glutnester und rückte laut Lienesch Donnerstagmorgen ab.