Mehr Service und Wellness im Einkaufscenter: Das soll sich im Huma in Sankt Augustin ändern

Mehr Service und Wellness im Einkaufscenter : Das soll sich im Huma in Sankt Augustin ändern

Das Huma-Einkaufszentrum in Sankt Augustin hat einen neuen Manager. Alexandros Papadopoulos will das Angebot hin zu mehr Dienstleistungen verändern und unter anderem einen Spielplatz bauen lassen.

Der neue Centermanager bringt Veränderung ins Huma-Einkaufszentrum. Alexandros Papadopoulos von der Düsseldorfer Prime Management Gesellschaft möchte den Fokus künftig auch auf Dienstleistungen und Freizeitangebote legen – und nicht nur aufs Einkaufen. Vor rund sechs Wochen hat der 51 Jahre alte gebürtige Grieche die Position in Sankt Augustin übernommen.

Wie berichtet, hat der Eigentümer der Huma, die Jost Hurler Gruppe aus München, das Management ausgetauscht. Die Verwaltung liegt nun in der Hand der Prime Management Gesellschaft. Der Vertrag läuft zunächst über fünf Jahre. „Der Eigentümer bleibt aber am Standort“, sagt Papadopoulos. Dem Management gehören drei neue sowie drei langjährige Mitarbeiter an. Der ehemalige Centermanager Klaus Kricks ist nicht mehr an Bord.

Die neue Leitung solle vor allem das Problem des Leerstands lösen, teilte Hurler-Geschäftsführer Lars Johannsen Anfang März auf Anfrage mit. Laut Papadopoulos sind gut eineinhalb Jahre nach der Neueröffnung mehr als 80 Prozent der Flächen belegt. Ursprünglich hatte der Eigentümer das Ziel, nach einem Jahr 90 Prozent vermietet zu haben. Leer stünden vor allem kleinere Flächen, besonders im ersten Obergeschoss sei die Vermietung schwierig, sagt Papadopoulos, der vor seinem Wechsel zur Prime Management Gesellschaft unter anderem das Leine-Center in Laatzen bei Hannover leitete.

Papadopoulos: "Markt ist gesättigt"

„Der Einzelhandel ist nicht einfach. Es ist für uns als Prime eine Herausforderung“, sagt er. Die Gesellschaft sei aber bereits seit ein paar Jahren als Beratungsfirma an Vermietungen in der Huma beteiligt. „Fakt ist: Der Markt ist gesättigt und der Verbraucher auch“, meint der Centermanager. „Dann versuchen wir, dem Verbraucher auch andere Möglichkeiten zu bieten.“ Vorstellen kann er sich etwa Angebote rund um die Themen Wellness und Schönheit oder ein Fitnesscenter.

Ärzte in das Center zu holen, sei ebenfalls eine Idee, wie auch Areale als Büros zu nutzen. Dafür müsste laut Papadopoulos allerdings eine Nutzungsänderung beantragt werden. Konkret im Sinn hat der 51-Jährige zudem einen Spielplatz innerhalb der Huma, wo Eltern ihre Kinder abgeben können. „Wir brauchen einfach mehr Serviceeinrichtungen“, sagt er, damit die Kunden alles an einem Ort erledigen könnten. „Wir wollen das Center grundsätzlich anders machen.“ Wie genau, stehe noch nicht fest. Derzeit sei das Management noch in der Planungsphase.

Im Mai stehen nun zunächst einige Gesprächstermine an: mit dem Eigentümer, um Ideen zu diskutieren, mit den Mietern, um ihre Meinung einzuholen. Eine erste Runde mit den Großmietern hat es laut dem Centermanager bereits gegeben, weitere sollten nun mit den mittleren und kleineren Mietern folgen.

Großmieter zufrieden mit Huma

Und wie geht es den Geschäften im Center? Ein Teil sei zufrieden, ein Teil nicht, sagt Papadopoulos und ergänzt: „Alle Großmieter sind zufrieden.“ Mitreden sollen auch die Kunden. Im kommenden Monat soll eine Befragung der Bürger in Auftrag gegeben werden.

Damit sind die Gespräche aber noch nicht beendet. Mit der Stadt Sankt Augustin steht Papadopoulos ebenfalls im Austausch – etwa über eine Belebung des Außengeländes. Der Centermanager stellt sich unter anderem ein Sommerfest für die Sankt Augustiner vor. Und auch mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg möchte er Kontakt aufnehmen. Papadopoulos: „Wir sind dabei, eine Zusammenarbeit auf die Beine zu stellen. Die Studenten sind für uns potenzielle Kunden.“