Planung vorgestellt: Das sind die Pläne für den Marktplatz in Sankt Augustin

Planung vorgestellt : Das sind die Pläne für den Marktplatz in Sankt Augustin

Im Zentrumsausschuss stellt Beigeordneter Rainer Gleß am Donnerstag die Detailplanung für den neuen Sankt Augustiner Marktplatz vor. Unter anderem gibt es einen komplett neuen Bodenbelag.

Seit November 2018 ist es amtlich, dass die Umgestaltung des Karl-Gatzweiler-Platzes zu einem großen Teil vom Land gefördert wird. Knapp zwei Millionen Euro von den insgesamt 2,616 Millionen Euro, die die Umbaumaßnahme kosten wird, sollen aus dem Landestopf fließen. Die Maßnahme ist ein Programmpunkt des Integrierten Handlungskonzepts, welches Grundlage dafür war, um in das Stadterneuerungsprogramm des Landes NRW aufgenommen zu werden.

Was im Detail auf dem Marktplatz vor dem Rathaus passieren soll, wird der Erste Beigeordnete Rainer Gleß in der Sitzung des Zentrumsausschusses an diesem Donnerstag nochmals vorstellen. Der komplett neue Bodenbelag, der sich an dem Belag des Huma-Centers orientiert, soll auf der oberen und unteren Ebene gleich sein.

Neue Treppenanlagen sollen die derzeit als Abgrenzung empfundene Mauer ersetzen und den Platz ausweiten. Die Stufen werden mit einer Beschichtung versehen, ähnlich wie auf den Parkplatzflächen im Huma-Parkhaus. An beiden Platzöffnungen, am Ärztehaus und am Aufzug, wird es neue Geländer geben, die dem Geländer der Mewasseret-Zion-Brücke entsprechen. Der neue Aufzug gleich seitlich vor dem Rathaus soll aus Glas und Stahl bestehen und bis zur oberen Platzebene am Huma-Center fahren. Auf dieser oberen Platzebene bleibt die Außengastronomie bestehen, zudem wird es mehr Raum für die Fußgänger und Radfahrer geben, die so das Technische Rathaus, das Rhein-Sieg-Gymnasium und über die neue Campus Magistrale die Hochschule Bonn/Rhein-Sieg erreichen.

Spielende Kinder sollen nicht gefährdet sein

Die bestehenden Spielelemente werden auf die andere Seite des Platzes vor das Ärztehaus verlegt. Die Brunnenanlage soll bestehen bleiben, muss jedoch über die neuen Stufen geführt werden und wird dann in einem neuen Auffangbecken enden. Das bestehende Wasser-Schaufelrad als Spielelement wird auch in die neue Brunnenanlage integriert. Das untere Becken soll größer werden als das obere. Zudem soll der Wasserlauf eben zur Platzfläche verlaufen sowie rutschsicher sein, damit spielende Kinder dort nicht gefährdet sind. Sollte neben den bisherigen Planungen zusätzlich eine Wasserfontäne installiert werden, müsste dazu ein Brunnenplaner mit einbezogen und der Auftrag entsprechend erweitert werden, so die Vorlage, die damit auf Anregungen reagiert, die Gerhard Schmitz-Porten (SPD) im Zentrumsausschuss im vergangenen Jahr machte.

Zweites großes Thema im Ausschuss ist die mögliche Nutzung der Mischgebiete an der Rathausallee. Derzeit befindet sich dort noch der große Parkplatz, der zunächst für die Bauzeit des Huma-Centers angelegt wurde. Die rund 25.000 Quadratmeter in bester und zentraler Lage westlich der Rathausallee können mit bis zu fünf Geschossen bebaut werden.

Als Ergebnis aus einem Treffen mit lokalen Vertretern aus Wirtschaft, Handel, Wohnen und Tourismus, die die Stadt zu einer Einschätzung von außen eingeladen hatte, soll auf dieser Fläche ein gemischt genutztes Quartier entstehen, so die Verwaltungsvorlage. Vor allem hochschulaffine Nutzungen wie die Ansiedlung von Instituten, die Bereitstellung von Tagungs- oder Büroräumen in Abstimmung mit der Hochschule sind dort möglich. Auch ein Tagungshotel könnte auf der Fläche entstehen sowie allgemeine Büronutzungen. Ebenfalls möglich sind an dieser Stelle kleinteiliger Einzelhandel oder Gastronomie; beides auf Erdgeschossebene. Für die Wohnnutzung dort sieht die Stadt zum Beispiel studentisches Wohnen, Appartements für Auszubildende oder sonstiges temporäres Wohnen vor.

Vom Planerischen her wünscht sich die Stadt eine vorgeschaltete Grünzone zur Rathausallee hin mit ausreichend Flächen zur Außengastronomie, Tiefgaragen für den ruhenden Verkehr und eine barrierefreie Gestaltung der Gebäude. Gewünscht werden zudem hochwertige Architektur und eine architektonische Betonung der Ecksituation am Kreisverkehr. Ebenfalls wichtig ist der Verwaltung ein Energie- und Mobilitätskonzept mit barrierefreier Erreichbarkeit, Fahrrad-Verleih-Systemen, Car-Sharing und Ladestationen für E-Mobilität.

Die öffentliche Sitzung des Zentrumsausschusses beginnt am Donnerstag, 24. Januar, um 18 Uhr im Technischen Rathaus, Sitzungssaal 4.15, An der Post 19 in Sankt Augustin.

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