Bericht zum Unfall mit zwei Toten: Das ist zum Absturz am Flugplatz Hangelar bekannt

Bericht zum Unfall mit zwei Toten : Das ist zum Absturz am Flugplatz Hangelar bekannt

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit zwei Toten im Oktober 2018 legen die Ermittler einen Bericht vor. Was nach dem Start geschah, bleibt unklar. Die Identität der Toten ist geklärt.

Der Absturz eines Kleinflugzeugs nach dem Start vom Flugplatz Bonn/Hangelar hatte am 16. Oktober 2018 das Leben eines 68-jährigen Fluglehrers und seines 43-jährigen Flugschülers gefordert. Rund sechs Monate nach dem Vorfall, der nicht nur am Flugplatz Bestürzen ausgelöst hatte, hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig, kurz BFU, den Zwischenbericht zum Unfallereignis veröffentlicht.

Bereits am Tag nach dem Absturz hatte das BFU-Ermittlerteam den Unglücksort am Pleiser Wald untersucht. Der Bericht gibt eine Zusammenfassung der bisherigen Fakten im laufenden Ermittlungsverfahren. Aussagen zur Ursache oder eine Bewertung erfolgen, sofern möglich, erst zu einem späteren Zeitpunkt. Dabei bestätigt und ergänzt der Bericht das, was bislang zum Hergang bekannt war: Der Fluglehrer war sehr erfahren, flog bereits seit mehr als 44 Jahren als Privatpilot, seit vier Jahren mit der Lizenz eines Berufspiloten.

Wie die BFU mitteilt, hat der Pilot bei seiner Bewerbung an der Flugschule im Jahr 2018 rund 4000 Stunden Flugerfahrung angegeben. Mit gültigen Papieren war er um 15 Uhr mit dem Flugzeug vom Typ P 2008 JC des Herstellers Tecnam bei nahezu perfekten Flugbedingungen zu einem Ausbildungsflug Richtung Osten gestartet.

Das 2017 gebaute Flugzeug war erst am 9. Oktober 2018, also eine Woche vor dem Unfall, turnusmäßig für die Bestätigung der Lufttüchtigkeit untersucht worden und hatte zu dem Zeitpunkt rund 399 Flugstunden mit 1559 Landungen absolviert. Beim Absturz mit an Bord war ein 43-jähriger Flugschüler. Dieser hatte erst sieben Tage zuvor mit seiner praktischen fliegerischen Ausbildung begonnen. Bereits in den ersten drei Tagen der praktischen Ausbildung hatte er fast acht Stunden der notwendigen 45 Mindestflugstunden für die Pilotenprüfung mit seinem Fluglehrer absolviert.

Was nach dem Start geschah, ist weiter unklar: Zeugen hatten laut Bericht im Flugfunk mitgehört, wie der Pilot nach dem Abflug Probleme mit dem Motor gemeldet hatte. Dann war das Flugzeug über dem Golfplatz und dem Wald zunächst eine Rechts- und dann eine Linkskurve geflogen, um sofort zum Flugplatz zurückkehren zu können. Zuletzt sei der Motor laut Zeugenbeobachtung nicht mehr zu hören gewesen und die Maschine im flachen Winkel hart auf dem Feld aufgeprallt. Bei dem anschließenden Brand wurde das Flugzeug derart zerstört, dass ein Großteil der Technik verbrannte und nicht für die Unfallanalyse herangezogen werden konnte.

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