Work-out mit Kangatraining: Das bietet der Kanga-Kursus in Sankt Augustin

Work-out mit Kangatraining : Das bietet der Kanga-Kursus in Sankt Augustin

Mütter und ihre Babys machen gemeinsam Sport im Familienzentrum Maria Königin. Erfunden wurde dieses Training vor zehn Jahren in Österreich. Mittlerweile ist das Fitness-Training auch im Rhein-Sieg-Kreis angekommen.

Sport machen mit Baby – das ist möglich beim Kangatraining, das das Familienzentrum Sankt Maria Königin in Sankt Augustin-Ort anbietet. Erfunden wurde dieses Training vor zehn Jahren in Österreich. Mittlerweile gibt es auch im Rhein-Sieg-Kreis Kangatraining. In Sankt Augustin etwa findet einmal im Quartal ein kostenloses Kennenlerntraining für junge Mütter mit Babys statt. Am Donnerstag war es so weit, und Kangatrainerin Minou Klatt begrüßte sechs junge Mütter und ihre Babys im Familienzentrum.

Beim Kangatraining in Sankt Augustin handelt es sich um einen fortlaufenden Kursus mit einer Dauer von acht Wochen. „Kangatraining ist ein anstrengendes Work-out, das postnatal angepasst ist“, sagte Klatt zu Beginn. „Es ist außerdem ein Intervalltraining, bei dem man zwischendurch immer wieder entspannen sollte.“ Wichtig sei das Training, da die Bauchmuskulatur bei einer Schwangerschaft auseinandergehe. „Sie wird beim Kangatraining von innen nach außen trainiert. Zuerst ist die tiefliegende Bauchmuskulatur dran.“

Mit dem Training beginnen können Mütter rund sechs bis acht Wochen nach einer natürlichen Entbindung oder zehn bis zwölf Wochen nach einem Kaiserschnitt. Selbst fünf Monate nach der Entbindung sowie während des Stillens haben Frauen laut Klatt noch Wassereinlagerungen. Besonders schonend für die Gelenke ist das Kangatraining außerdem. Vermeiden sollten junge Mütter das Joggen ein Jahr nach der Entbindung, da dies auf die Gelenke gehe, sagte Klatt. „Alles, was mit Hüpfen zu tun hat, schadet den Gelenken“, so die Kangatrainerin.

Somit starteten die Teilnehmerinnen mit einer ruhigen Aufwärmübung auf ihren Matten: Der „Sonnengruß“ enthält einige Yoga-Elemente, etwa die Kobra oder den herabschauenden Hund. Neugierig beobachteten die Babys ihre Mütter dabei, denn in diese Übung wurden sie noch nicht einbezogen. Auch bei den drei folgenden Bodenübungen durften die Babys noch zuschauen, krabbeln oder schlafen. Sie waren während des gesamten Kangatrainings nicht aus der Ruhe zu bringen. „Stillen und Füttern ist zwischendurch immer möglich“, sagte Klatt. „Die Babys sollen keinesfalls Hunger leiden.“ Erst als es zu den Muskelaufbauübungen und zum Tanzen kam, machten die Babys aktiv mit. Neben der Verbesserung von Körperhaltung und Ausdauer und der Kräftigung der Muskulatur ist beim Kangatraining auch die Nähe zum Kind wichtig.

Dafür gibt es Tragehilfen, in denen die Kinder das Training aktiv miterleben.Wer an einem kostenlosen Kennenlerntraining teilnehmen möchte, hat dazu wieder am Donnerstag, 6. Juni, Gelegenheit. Los geht es um 11 Uhr im Familienzentrum Sankt Maria Königin, Marienkirchstraße 8. Ab Sommer bietet Klatt außerdem „Prekanga“ an, ein Ganzkörper-Training für Schwangere.

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