Handfeste Auseinandersetzung: Autofahrer prügeln sich an roter Ampel in Sankt Augustin

Handfeste Auseinandersetzung : Autofahrer prügeln sich an roter Ampel in Sankt Augustin

Am Mittwochnachmittag ist es in der Autobahnausfahrt in Sankt Augustin zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen zwei Autofahrern gekommen. Beide fühlten sich provoziert.

Die Polizei wurde am Mittwoch gegen 16.20 Uhr von mehreren Zeugen alarmiert, weil in der Autobahnausfahrt der A560 an der "Hellweg-Kreuzung" in Sankt Augustin Autofahrer aufeinander einschlugen.

Nach eigenen Angaben trafen die Polizisten an der Einsatzstelle auf einen leicht verletzten 54-jährigen Niederkasseler und einen ebenfalls leicht verletzten 76 Jahre alten Mann aus Alfter. Der 76-Jährige war in Begleitung seiner 72-jährigen Ehefrau.

Nach Angaben der Kontrahenten waren beide mit ihren Autos auf der A560 in Richtung Hennef unterwegs. Der 76-Jährige soll dabei bereits seit Bonn den linken Fahrstreifen benutzt haben. Dadurch habe sich der dahinterfahrende 54-Jährige provoziert gefühlt und sei nach eigenen Angaben neben den 76-jährigen gefahren. Er habe ihn auf das Rechtsfahrgebot hinweisen wollen.

Nach Angaben des Ehepaares aus Alfter hingegen, sei er dicht aufgefahren und habe zusätzlich die Lichthupe benutzt. Als der Mann aus Niederkassel dann auf der rechten Fahrspur neben dem Wagen des Ehepaares fuhr, soll die 72-jährige Ehefrau ihm den Mittelfinger gezeigt haben. An der Autobahnausfahrt zur Einsteinstraße seien beide Verkehrsteilnehmer von der Autobahn abgefahren und hätten wegen der roten Ampel anhalten müssen.

Der 54-jährige Niederkasseler sei aus seinem Fahrzeug ausgestiegen und zu dem anderen Wagen gegangen. Dort kam es laut der Polizei zu einer handfesten Auseinandersetzung mit dem ebenfalls ausgestiegenen 76-jährigen Senior. Wer die Schlägerei angezettelt hatte, ging in den Aussagen auseinander. Dass der Niederkasseler von der Ehefrau des 76-Jährigen mit einem Regenschirm beworfen und nicht getroffen wurde, sei nach Angaben der Beteiligten unstrittig.

Die leichten Verletzungen der beiden "Streithähne" mussten nicht weiter behandelt werden. Die Polizei ermittelt nun gegen die drei Personen wegen des Verdachts der Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung.