Richtfest gefeiert

Neue Seniorenresidenz in Sankt Augustin bietet 80 Zimmer

Der Technische Beigeordnete Rainer Gleß (links), Projektleiter Rüdiger Baum und Mediko-Geschäftsführerin Susanne Thon erläuterten beim Richtfest die Bedeutung des Seniorenzentrums für die Stadt.

Der Technische Beigeordnete Rainer Gleß (links), Projektleiter Rüdiger Baum und Mediko-Geschäftsführerin Susanne Thon erläuterten beim Richtfest die Bedeutung des Seniorenzentrums für die Stadt.

Sankt Augustin. Einrichtung an der Sankt Augustiner Rathausallee soll im Frühjahr 2019 eröffnet werden. Schon jetzt ist die Nachfrage groß, die Suche nach Pflegekräften gestaltet sich aber schwierig.

Seit letztem Herbst drehen sich an der Rathausallee die Kräne. Gestern wurde am Rohbau der zukünftigen Seniorenresidenz der Lindhorstgruppe gegenüber des Technoparks das Richtfest gefeiert. Seit der Grundsteinlegung am 11. Oktober 2017 wird gebaut, im Frühjahr 2019 ist die Eröffnung geplant. Nicht nur zukünftige Bewohner sehnen diesem Tag entgegen, sondern auch Michael Elsner, der die Seniorenresidenz leiten wird. 80 rollstuhlgerechte Pflegeplätze in Einzelzimmern entstehen derzeit, jedes Zimmer ist rund 24 Quadratmeter groß und erhält ein eigenes Bad. Auch werden acht Seniorenwohnungen in unterschiedlichen Größen mit Küchenzeile und teilweise mit Balkon angeboten. „Im Wohn- und Teilhabegesetz 2018 ist eine Einzelzimmerquote von 80 Prozent vorgeschrieben – wir realisieren hier 100 Prozent, dahin wird auch der Weg in der Branche gehen“, erklärte Elsner und unterstreicht die große Nachfrage: „Wir haben bislang keine Werbung geschaltet, sondern nur ein Banner aufgehängt. Schon jetzt haben wir viele Anfragen nach Pflegeplätzen. Die Wohnungen sind alle bereits reserviert.“

Allein die Suche nach Pflegekräften gestalte sich schwierig, wie in der gesamten Pflegebranche üblich, so Elsner, während der geschmückte Richtkranz am Kran emporgehoben wurde, viereinhalb Stockwerke hoch. Im Stadtrat hatte es über die Höhe des Hauses Diskussionen gegeben, erinnerte der Technische Beigeordnete Rainer Gleß. Doch er unterstrich die Bedeutung des markanten, modernen Neubaus für die Rathausallee als Tor zum Stadtzentrum: „Man sollte ein Zentrum einer 56 000-Einwohner-Stadt durch Masse und durch Höhe definieren.“ Und nicht allein durch Einzelhandel, schob Gleß nach: Discounterketten hätten Interesse an der „Wohnblock A“ genannten Fläche bekundet, aber auch andere mögliche Nutzer. Als die Bezeichnung in den 1980er Jahren entstand, habe die Stadt noch nicht genau gewusst, wie sie sich entwickeln wolle.

Masterplan "Urbane Mitte"

Mit dem Stadtentwicklungskonzept und dem Masterplan „Urbane Mitte“ sei die Frage nach der Nutzung der Fläche beantwortet worden, so Gleß: „Das nennt man integrierte Stadtplanung.“ Mit 80 Zimmern und acht Wohnungen komme „Wohnen“ dorthin, wo es früher schon vorgesehen war, bestätigte auch Projektleiter Rüdiger Baum, der erste Einblicke ins Hausinnere gab: Empfang, Wäscherei, Hauswirtschaft, Büros, Verwaltung und Personalräume werden im Erdgeschoss untergebracht sein, ebenso Küche und Restaurant mit großer Terrasse. Eine Brücke wird das erste Obergeschoss mit dem Nachbargrundstück erschließen – zwischen der Rathausallee und der Hubert-Minz-Straße. Neben Zimmern wird es im zweiten Obergeschoss ein kleines Wellnessbad für die Bewohner geben. Mit zwei Aufzügen angebunden sind die Zweiraumwohnungen im Dachgeschoss.