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Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: 15 Millionen Euro für einen zweiten Erweiterungsbau

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg : 15 Millionen Euro für einen zweiten Erweiterungsbau

Das geistige Zentrum im Herzen der Stadt wächst weiter. Rund 15 Millionen Euro werden in Sankt Augustin verbaut, das Gesamtbudget für beide Standorte der Hochschule beträgt 36 Millionen Euro.

Am Mittwoch stellten Hochschulpräsident Hartmut Ihne und Vizepräsidentin Michaela Schuhmann gemeinsam mit Sankt Augustins Bürgermeister Klaus Schumacher und dem Ersten Beigeordneten Rainer Gleß die Pläne für den zweiten Erweiterungsbau der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg am geplanten Standort auf dem ehemaligen Sportplatz neben dem Rhein-Sieg-Gymnasium vor.

Man befinde sich noch in der Konzeptphase, die für die Hochschule neue Themen, Strukturen und Partnerschaften bringe, erläuterte Ihne, dass es bei den Hochschulplänen nicht nur um mehr Raum, sondern auch um zusätzliche Profile gehe. Die erste Konkretisierung dazu sei die geplante bauliche Erweiterung, die zum Teil auch als Unterkunft für das neue Zentrum für Angewandte Forschung (ZAF) diene, das Forschung mit den Unternehmen der Region bündeln soll.

Auf 3116 Quadratmetern werden ein Erweiterungsbau mit zwei Gebäudeteilen und der Umbau der Bibliothek für die aktuell rund 4000 Studenten in Sankt Augustin umgesetzt. Rund 15 Millionen Euro werden in Sankt Augustin verbaut, das Gesamtbudget für beide Standorte der Hochschule beträgt 36 Millionen Euro. Zwei Drittel davon übernimmt das Land, ein Drittel die Hochschule. Das "zeitlose" Gebäude - wie Gleß es nannte - wird parallel zum bestehenden 2005 fertiggestellten Erweiterungsbau angeordnet. Die Bäume dazwischen bleiben weitgehend stehen, allerdings werden Durchgangsmöglichkeiten zum Campus geschaffen.

Dieser soll ohnehin, nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2017, zu einem abgeschlossenen Raum werden, ohne trennende Zufahrtstraße, wie sie derzeit zu den hinteren Parkplätzen und dem Sportzentrum führt. Stattdessen soll es eine neue Erschließungsstraße südlich des neuen Gebäuderiegels geben. Der beherbergt auf drei Etagen im Erdgeschoss die Business Campus GmbH und Räume der Hochschule. Ins erste Obergeschoss wird der Fachbereich Wirtschaft einziehen, und das zweite Obergeschoss beherbergt Teile der Hochschulverwaltung.

Auf zwei Besonderheiten wies Vizepräsidentin Schuhmann hin: "Wir sind unser eigener Bauherr", betonte sie. Das sei abgesehen von der Universität Köln landesweit einzigartig. Bemerkenswert sei zudem, dass der Bau nachhaltig geplant sei. Ob Materialien oder Temperaturregelung - alle Pläne werden vom Ökozentrum Hamm begutachtet.

Für den Außenbereich träumt Ihne von einem Teich in einem Park. Den Campusgedanken will er dann so wie im alten Griechenland umsetzten, wo die Gelehrten die Besucher des Marktes ansprachen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen: So könne in direkter Nachbarschaft zum neuen Einkaufszentrum eine perfekte Symbiose zwischen Geist und Geld entstehen, sind sich die Verantwortlichen einig.